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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

23.08.17 Themengebiete: Klangtherapie, Krebs, Schmerzen

Kann Musik Angst und Schmerzen von Krebspatienten lindern?

Musik kann nicht nur positiv auf unsere Psyche wirken, sondern neueren Forschungen zufolge auch Heilungsprozesse beeinflussen. Dass Musik auch Krebspatienten helfen kann, ihr emotionales, körperliches und soziales Leiden besser zu ertragen, hat nun eine Meta-Analyse gezeigt.

Mediziner wissen bereits, dass Musik den Blutdruck und die Herzfrequenz positiv beeinflussen, innere Anspannungen lösen und stressbedingte Krankheitssymptome lindern kann. Dass Musik aber ganz gezielt bei der Behandlung bestimmter Erkrankungen eingesetzt werden kann und sogar unter Umständen zur Reduktion der Medikamentendosis beiträgt – diese Erkenntnis setzt sich bei Medizinern erst allmählich durch. Nun hat eine Meta-Analyse der Cochrane Library gezeigt, dass eine Musiktherapie auch gegen Symptome im Rahmen einer Krebserkrankung helfen kann.

Für die Analyse wertete Joke Bradt vom College of Nursing and Health Professions der Drexel University in Philadelphia 52 Studien mit 3.731 Patienten aus. Darunter waren 23 Studien zur Musiktherapie und 29 Studien zur Musikintervention. Bereits eine passive Musikintervention, bei der die Patienten lediglich eine Hörliste von Musik­stücken erhalten, kann laut Bradt günstige Effekte auf die Ängste von Krebspatienten haben. Auf der STAI-S-Skala (Spielberger State Anxiety Inventory), die von 20 bis 80 reicht, wurde im Durchschnitt eine Reduktion um 8,54 Einheiten erreicht, was laut Bradt eine mäßige bis starke Wirkung anzeigt.

Musik kann zur Schmerzlinderung beitragen

Musikinterventionen können jedoch noch viel mehr. So zeigt die Auswertung, dass Musik Puls, Atemfrequenz und Blutdruck senken kann und sogar zu einer Schmerzlinderung beiträgt. Die Ergebnisse einzelner Studien deuten darauf hin, dass Musikhören den Bedarf von Anästhetika und Analgetika nach Operationen senken, die postoperative Erholung beschleunigen und den Krankenhausaufenthalt verkürzen kann. Unklar ist jedoch, ob sich auch Depressionen durch Musikinterventionen mildern lassen. Nach Angaben von Bradt ist die Beweislage hier noch nicht sicher.

Auch die Auswirkung einer Musiktherapie auf die Fatigue, unter der viele Krebspatienten leiden, scheint eher gering zu sein. Zudem ist unklar, ob Musikinterventionen die Lebensqualität insgesamt verbessern. Eine Musiktherapie, bei der ein ausgebildeter Musiktherapeut sich persönlich um die Patienten kümmert, scheint hier zumindest eine bessere Wirkung zu erzielen als eine passive Intervention, so Bradt. Beim Einfluss auf Angst, Depressionen und Gefühlsleben konnten die Studien dagegen keine Unterschiede zwischen den beiden Formen feststellen.

Quellen:

Cochrane Library 2016

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