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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

21.08.13 Themengebiete: Entspannung, Herz-Kreislauf, Klangtherapie, Neurologische Erkrankungen, Schmerzen, Stress

Kann Musik beim Heilen helfen?

Musik beeinflusst in besonderem Maße unsere Stimmung, entspannt uns oder regt uns auf, macht uns traurig oder glücklich. Doch Musik kann noch viel mehr. Immer mehr Studien zeigen, dass Musik bei verschiedenen Erkrankungen die Heilungsprozesse fördern kann.

Dass Musik sowohl den Blutdruck als auch die Herzfrequenz beeinflusst, ist mittlerweile unbestritten. Musik kann auf diese Weise innere Anspannungen lösen und stressbedingte Krankheitssymptome lindern. Dass Musik aber ganz gezielt bei der Behandlung bestimmter Erkrankungen eingesetzt werden kann und sogar unter Umständen zur Reduktion der Medikamentendosis beiträgt – diese Erkenntnis setzt sich bei Medizinern erst allmählich durch.

Musik gelangt durch den Hörnerv direkt in unser Gehirn. Wie Untersuchungen zeigen, werden dabei das „Motivationshormon“ Dopamin und das „Glückshormon“ Endorphin ausgeschüttet. Die Aufmerksamkeit, die Emotionen, das Bewegungs- und Sprachzentrum sowie das Gedächtnis werden durch Musik gezielt angesprochen.

Chorsänger sind entspannter

Die positiven Wirkungen der Musik sind höchst verschieden. So konnten Studien zeigen, dass gemeinsames Musizieren wie beispielsweise das Singen in einem Chor Gefühle von Geborgenheit hervorruft, das sogenannte „Kuschelhormon“ Oxytocin befördert und sogar die Immunabwehr stärkt. Und wer ein Instrument erlernt, fördert nicht nur die Feinmotorik seiner Hände, sondern vernetzt auch bestimmte Hirnzentren, die für das Hören, Sehen und Bewegen zuständig sind, besser miteinander. Das kann zum Beispiel für die gezielte Rehabilitation nach einem Schlaganfall genutzt werden.

So kann es nützlich sein, wenn Patienten nach einem Schlaganfall lernen, mit der betroffenen Hand Klavier zu spielen. Der erklingende Ton bietet eine präzise Rückmeldung für den Bewegungserfolg der einzelnen Finger. Die Effekte des Klavierspielens übertreffen dabei sogar diejenigen anderer Finger-Funktionsübungen. Zudem erhöht das Musizieren die Motivation und kann den Patienten Lebensfreude und Optimismus zurückgeben.

Bach löst Ängste

Dass entspannende Harmonien Stress und Angst lindern können, hat eine Studie der Kardiologischen Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum in Herne gezeigt. 372 Patienten, bei denen ein chirurgischer Eingriff geplant war, erhielten als „Prämedikation“ entweder das Medikament Midazolam oder hörten Melodien von Bach. Die Wirkung wurde anhand eines Angst-Index evaluiert. Es zeigte sich, dass sowohl vor als auch nach der Operation die Angstsymptome in der mit Musik vorbehandelten Gruppe signifikant geringer waren als bei den Patienten, die Midazolam erhielten.

Es ist also unzweifelhaft, dass Musik – ob aktiv oder passiv betrieben – verschiedenste gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzt. Gezielt eingesetzt, kann sie Regenerationsmechanismen unterstützen, die neurologische Vernetzung fördern, Stress und Schmerzen lindern und sogar dazu führen, dass Patienten weniger Medikamente benötigen.

Quelle:

Cardio News, 2013/04

Eckhart Altenmüller, Gottfried Schlaug: Neurologic music therapy: The beneficial effects of music making on neurorehabilitation, Accoust. Sci. & Tech. 43/1, 2013.

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Praxis für Integrale Prävention im Therapeium Berlin

Praxis für Integrale Heilkunst im Therapeium Berlin

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Foto: ThorstenSchmitt – Fotolia.com

 

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