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Der Therapeium-Blog

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17.05.17 Themengebiete: Ernährung, Schmerzen

Kann ungesunde Ernährung Arthrose begünstigen?

Dass Arthrose durch Übergewicht begünstigt werden kann, ist bekannt. Nun liefert eine Studie jedoch Hinweise, dass die Ernährung auch eine direktere Rolle spielen könnte: Ein hoher Anteil an Zucker und gesättigten Fettsäuren scheint den Gelenkknorpel und den darunter liegenden Knochen schädigen zu können.

Das Internet ist voller Tipps gegen Arthrose. Dazu gehören auch Ernährungshinweise und die Empfehlung von Nahrungsergänzungsmitteln. Oft wird dann erklärt, der Konsum von Süßigkeiten, Alkohol und tierischen Produkten sei schädlich für die Gelenke, stattdessen solle man viel Gemüse und Fisch essen. Beweise, dass dies wirklich von Nutzen ist, konnten bisher jedoch kaum geliefert werden. Nun konnte eine Studie anhand von Tierexperimenten jedoch zeigen, dass nicht nur – was bekannt ist – Übergewicht Arthrose hervorrufen kann, sondern dass eine ungesunde Ernährung auch direkt Einfluss auf den Gelenkknorpel haben könnte.

Laurinsäure günstig bei Arthrose?

Für ihre Studie fütterten die Wissenschaftler um Yin Xiao von der Universität von Southern Queens­land in Brisbane Ratten entweder mit Mais oder Nahrungsmitteln, die einen hohen Anteil an Zucker kombiniert mit gesättigten Fetten oder Transfetten erhielten. Nach Angaben der Forscher wurde dabei die derzeit übliche Ernährung in westlichen Ländern nachgeahmt. Das Ergebnis: Die ungesunde Ernährung führte nach 16 Wochen zu erkennbaren Schäden an den Gelenken der Tiere.

Das Ausmaß der Arthrose hing dabei davon ab, wie langkettig die Fettsäuren waren. Als besonders günstig hat sich dabei eine Diät mit einem hohen Anteil an Laurinsäure erwiesen. Laurinsäure ist beispielsweise in Kokosöl enthalten. Ausgeprägte Schäden waren hingegen bei einer Diät mit Myristinsäure, Palmitinsäure und Stearinsäure zu finden. Stearinsäure ist ein wichtiger Bestandteil von tierischen Fetten, Palmitinsäure ist ein von der Nahrungs­mittelindustrie gerne verwendetes Fett, das auf der Basis von Palmöl hergestellt wird.

Ungesunde Ernährung schädigte Gelenke und Knochen

Auch Kokosöl gilt unter Gesundheitsexperten bisher als umstritten, da es viele gesättigte Fettsäuren enthält. Allerdings handelt es sich dabei um sogenannte mittelkettige Fettsäuren, die andere Eigenschaften aufweisen als langkettige. So konnten auch die Forscher der aktuellen Studie zeigen, dass umso mehr Gelenkschäden zu finden waren, je länger die Kohlenstoffketten der Fettsäuren waren.

Nicht nur die Gelenke selbst, auch die Struktur des Knochens unterhalb des Gelenkknorpels wurde geschädigt, wenn die Tiere besonders viel Zucker und langkettige Fettsäuren zu sich nahmen. Allerdings erholten sich die Ratten zum Teil wieder, wenn sie danach mit Laurinsäure weiter ernährt wurden. Experimente an Zellkulturen aus menschlichen Knorpelzellen unterstrichen die Bedeutung der Fettsäuren: Laurinsäure steigert demnach offenbar die Freisetzung von Proteoglykanen, die dem Knorpel seine Festigkeit verleihen.

Quelle:

Abstract der Studie in „Nature“, April 2017

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Foto: © carballo – Fotolia.com

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