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Der Therapeium-Blog

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11.02.15 Themengebiete: Diabetes, Ernährung

Schichtarbeit stört Darmflora

Schichtarbeit und Zeitverschiebungen durch Reisen sind für den Organismus belastend. Eine Studie hat nun gezeigt, dass sie sogar die Darmflora negativ beeinflussen können – mit vielfältigen Folgen.

Schon seit längerem weiß man, dass Schichtarbeit und der häufige Wechsel von Zeitzonen nicht nur müde machen, sondern auch Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen wie beispielsweise Diabetes fördern. Warum dies so ist, war bislang allerdings unklar. Nun haben israelische Wissenschaftler herausgefunden, dass die Darmflora möglicherweise an diesen Veränderungen beteiligt ist.

Die Forscher um Eran Elinav vom Weizmann Institute of Science in Rehovot erforschten zunächst mittels Versuchen an Mäusen, ob sich die Zusammensetzung der Darmflora im Laufe des Tages verändert. Tatsächlich konnten sie wiederkehrende Schwankungen der Darmbakterien und ihrer Aktivität, abhängig von der Tageszeit, beobachten.

Wechselnder Tag-Nacht-Rhythmus begünstigt Übergewicht

In einem zweiten Schritt hielten die Wissenschaftler die Tiere unter unregelmäßigen Licht-Dunkel-Verhältnissen und fütterten sie auch zu unterschiedlichen Zeiten. Wie Kotproben der Mäuse zeigten, brachte dieser wechselnde Rhythmus auch die Darmflora der Tiere aus dem Gleichgewicht. So änderte sich die Aktivität und Zusammensetzung der Bakterien deutlich. Und noch eine andere Folge konnten die Forscher feststellen:  Erhielten die Mäuse eine fettreiche Nahrung, nahmen die Tiere, die unter wechselnden Tag-Nacht-Rhythmen gehalten wurden, stark zu, die im normalen Tagesrhythmus gehaltenen Tiere dagegen nicht.

Dass Störungen der inneren Uhr auch beim Menschen die Darmflora verändern können, zeigte ein weiterer Test: Bei zwei Personen, die aus den USA nach Israel geflogen waren, stellten die Forscher hinterher eine deutlich veränderte Zusammensetzung der Darmflora fest. Und mehr noch: Der Jetlag schien das Wachstum gerade derjenigen Bakterienarten begünstigt zu haben, die im Verdacht stehen, mit Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen in Verbindung zu stehen.

Probiotika könnten eventuell helfen

Die Veränderung der Darmbakterien und ihrer Aktivität durch unregelmäßige Tagesrhythmen, wie sie bei Schichtarbeit oder Reisen durch die Zeitzonen vorkommt, könnte also an der Entstehung von Übergewicht und Erkrankungen wie Diabetes beteiligt sein. Die israelischen Forscher hoffen nun, mit ihren Erkenntnissen auch die Option auf ein Gegenmittel zu eröffnen: Möglicherweise könnte eine gezielte probiotische Therapie die Veränderungen der Darmflora verringern und so auch die negativen Folgen verhindern.

Quelle:

Cell, 16.10.2014

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Foto: © fotomek – Fotolia.com

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