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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

03.05.17 Themengebiete: Ernährung, Herz-Kreislauf

Schützen Omega-3-Fettsäuren wirklich das Herz?

Lange Zeit waren Forscher überzeugt, dass Omega-3-Fettsäuren das Risiko für einen Herzinfarkt reduzieren können. Dann haben Studien diese Vermutung widerlegt. Nun hat eine Untersuchung jedoch gezeigt, dass die Fettsäuren Patienten nach einem Herzinfarkt helfen können.

In den 1970er Jahren hatten Epidemiologen festgestellt, dass bei den Inuit in Grönland die Herzinfarktrate um 90 Prozent niedriger lag als bei der dänischen Bevölkerung. Zu dieser Zeit ernährten sich die Inuit noch weitgehend von Wal- und Robbenfleisch, das einen sehr hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren aufweist. Man nahm daher an, dass die mehrfach ungesättigten Fettsäuren gefäßprotektiv wirken und das Risiko für einen Herzinfarkt senken könnten.

In mehreren Studien wurde dies zunächst bestätigt. Doch in nachfolgenden großen Untersuchungen konnte der präventive Nutzen des Fischöls nicht bewiesen werden. Vielmehr zeigte sich, dass es bei bereits optimal mit Lipidsenkern, Antihypertensiva und Antithrombotika eigenstellten Patienten zu keinem weiteren Rückgang der Herzinfarktrate kam. Man vermutet daher heute, dass die Patienten in den früheren Studien noch nicht nach dem heutigen Standard behandelt worden waren; daher hatte sich bei ihnen der Nutzen einer Omega-3-Fettsäure-Supplementierung tatsächlich in einer Reduktion der Myokardinfarkte niedergeschlagen.

Fischöl wirkt nicht vor, aber nach einem Herzinfarkt

Offensichtlich sind Fischöl-Kapseln also durchaus gut für das Herz, aber bei medikamentös bereits optimal eingestellten Patienten haben sie nur noch einen geringen Einfluss auf das Herzinfarktrisiko. Doch nun hat eine Untersuchung gezeigt, dass Menschen, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, durch hochdosierte Omega-3-Fettsäuren ihre Überlebenschance verbessern können.

Für die Studie erhielten 358 Herzinfarkt-Patienten, die standardmäßig behandelt wurden, zusätzlich eine Therapie mit vier Gramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag oder ein Placebo über einen Zeitraum von sechs Monaten. Das Ergebnis: Das Herzgewebe der Patienten, welche die Fettsäuren zu sich genommen hatten, wies weniger Fibrosen auf; zudem wurde die Pumpleistung des Herzens verbessert und im Blut der Probanden waren weniger Entzündungsmarker zu finden.

„Unsere Untersuchung zeigt, dass Omega-3-Fettsäuren eine sicherere und effektive Therapie darstellen, um das Remodeling des Herzens zu verbessern“, kommentierte Studienautor Raymond Kwong von der Harvard Medical School in Boston diese Ergebnisse. Vielleicht können Fischölkapseln also nicht vor einem Herzinfarkt schützen. Doch offenbar können sie durchaus sinnvoll für Herzpatienten sein, indem sie nach einem Myokardinfarkt die Erholung des Herzmuskels verbessern.

Quelle:

Circulation, August 2016

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Foto: © Girasole75 – Fotolia.com

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