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Der Therapeium-Blog

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26.07.17 Themengebiete: Ernährung

Warum mögen Kinder keinen Brokkoli?

Eltern kennen das: Kinder mögen viele Gemüsesorten nicht. Besonders Brokkoli ist für die kleinen Essensverweigerer oft ein No-Go. Warum das so ist, erklärt ein australischer Forscher. 

Brokkoli gilt als wahres Gesundheitswunder. Er enthält viele Vitamine und Antioxidantien, hilft, Krebs vorzubeugen, und schützt das Immunsystem. Und weil das Gemüse so gesund ist, wünschen sich viele Eltern, dass auch ihre Kinder Brokkoli essen – meist mit wenig Erfolg. Nun hat ein Wissenschaftler erklärt, warum sich Kinder erst an den Geschmack bestimmter Lebensmittel gewöhnen müssen.

Laut Professor Russell Keast von der Deakin University in Melbourne (Australien) liegt die Antwort nicht darin, dass sich unsere Geschmacksnerven mit zunehmenden Alter verändern, sondern darin, dass wir durch eine regelmäßige Auseinandersetzung mit diesen Geschmäckern lernen, diese zu mögen. So können die aufgenommenen Nährstoffe beispielsweise Energie liefern oder andere positive Effekte bewirken. Dann erinnert sich der Körper nach einiger Zeit daran, und es besteht die Möglichkeit, dass wir auch den Geschmack des Essens als positiv wahrnehmen. Die meisten Menschen kennen das auch von weniger gesunden Lebensmitteln: Beim ersten Mal schmecken meist weder Kaffee noch Alkohol. Doch wenn wir die angenehme Wirkung wiederholt empfinden, ändert sich auch der Geschmack.

Bitterstoffe im Brokkoli schrecken Kinder ab

Professor Keats erklärt auch, weshalb ausgerechnet Gemüse so oft nicht gemocht wird. Seiner Meinung nach hat das evolutionsbiologische Gründe. Da Gemüse immer in ausreichenden Mengen vorhanden war, benötigte der Mensch kein intensives Verlangen, um es aufzuspüren. Zudem beinhaltet pflanzliche Nahrung oft Bitterstoffe, die tief verwurzelte Schutzmechanismen aktivieren, welche heute nicht mehr notwendig sind. Auch in Brokkoli sind solche Bitterstoffe enthalten.

Wie gesund Brokkoli dennoch ist, haben bereits viele Studien bewiesen. So können die darin enthaltenen Glucosinolate (Schwefelstoffe) und Beta-Karotine freie Radikale unschädlich machen und damit die Körperzellen sowie das Immunsystem unterstützen. Es gilt inzwischen außerdem als erwiesen, dass Brokkoli in der Vorbeugung gegen verschiedene Krebsarten eine wichtige Rolle spielt. US-Forscher fanden zum Beispiel heraus, dass Brokkoli besonders reich an dem Pflanzenwirkstoff Indol-3-Carbinol (I3C) ist, der nicht nur antioxidative Eigenschaften besitzt und günstig auf den Hormonstoffwechsel wirkt, sondern auch das Wachstum von entarteten Zellen bremsen kann.

Brokkoli schützt die Haut

Brokkoli enthält aber noch mehr heilsame Wirkstoffe. So findet sich in dem grünen Gemüse eine Substanz, welche die Haut vor schädlicher UV-Strahlung schützt: Sulforaphan. Der Wirkstoff verringert die durch die Strahlung verursachte typische Hautrötung um durchschnittlich 38 Prozent, wie amerikanische Forscher gezeigt haben. Die Substanz wirkt dabei nicht direkt auf die Strahlung ein, sondern regt die Herstellung bestimmter Eiweißstoffe in den Hautzellen an. Die Antioxidantien bekämpfen zudem die durch die Strahlung entstehenden freien Radikale, welche unter anderem das Erbgut schädigen. Die hautschützende Wirkung soll mehrere Tage anhalten.

Quellen:

Studienstiftung Ranke-Heinemann, Australisch-Neuseeländischer Hochschulverband

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Weitere Links:

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Foto: © Nik_Merkulov – Fotolia.com

 

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