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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

04.02.15 Themengebiete: Neurologische Erkrankungen

Wie lässt sich einer Demenz vorbeugen?

Weltweit leiden rund 30 Millionen Menschen an einer Demenz. Und bis zum Jahr 2050 wird sich diese Zahl Schätzungen zufolge noch verdreifachen. Dabei könnten viele Fälle von Demenz durch einfache Lebensregeln verhindert werden.

Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass bestimmte Lebensstilfaktoren das Demenzrisiko maßgeblich beeinflussen. In großen Kohortenstudien konnte gezeigt werden, dass beispielsweise Menschen, die an Übergewicht leiden, Bluthochdruck haben und rauchen, häufiger an einer Alzheimerdemenz erkranken als andere. Schätzungen zufolge sind solche vermeidbaren Risiken die Ursache für jede zweite Demenzerkrankung.

Allerdings ließen sich diese Zahlen bisher nicht eindeutig untermauern, da die einzelnen Lebensstilfaktoren in der Regel nicht unabhängig auftreten. Viele Risikofaktoren, wie Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes, gehen Hand in Hand, und ihre Auswirkungen lassen sich daher nicht klar voneinander trennen. Britische und US-amerikanische Forscher haben nun jedoch genauer untersucht, wie sich die wichtigsten Lebensstilfaktoren auf das Demenzrisiko auswirken.

Bewegung ist für die Vorbeugung von Demenz besonders wichtig

Insgesamt verursachen demnach sieben Risikofaktoren – geringe Bildung, Rauchen, körperliche Inaktivität, Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und Depression – etwa 50 Prozent aller Demenzerkrankungen. Jede zweite Demenz ließe sich also durch einen gesunden Lebensstil vermeiden. Der Zusammenhang wird aber, wie beschrieben, dadurch abgeschwächt, dass Faktoren wie Diabetes, Hypertonie und Adipositas zusammenhängen. Wird dies berücksichtigt, erklären sämtliche sieben Risikofaktoren immerhin noch 28 Prozent aller Alzheimererkrankungen, in Europa etwa 32 Prozent, also fast ein Drittel.

Von den Risikofaktoren ist in den westlichen Industrienationen mangelnde Bewegung der wichtigste. Das liegt vor allem daran, dass sich hier besonders viele Menschen zu wenig bewegen und dieser Risikofaktor daher besonders große Auswirkungen hat. Nach körperlicher Inaktivität folgen Rauchen, niedrige Bildung und Depression als Ursachen für eine Demenz. Die Bedeutung von Diabetes, Hypertonie und Adipositas sind hingegen recht gering.

Mit mehr Bewegung könnten also in unseren Breiten viele Fälle von Demenz verhindert werden. Und da mehr Sport meist auch weniger Übergewicht, bessere Blutzuckerwerte und niedrigeren Blutdruck bedeutet, liegt hier tatsächlich ein großes Potenzial für die Reduzierung des Demenzrisikos.

Quelle:

The Lancet Neurology 2014, 13(8): 788-794.

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Foto: © Kzenon – Fotolia.com

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