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Der Therapeium-Blog

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16.10.18 Themengebiete: Umwelt und Technik

Beeinträchtigt gedimmtes Licht die Gehirnleistung?

Wer viel Zeit in schwach beleuchteten Räumen verbringt, kann damit seine kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen. Darauf deutet eine Studie von Neurowissenschaftlern der Michigan State University hin.

Werden die Tage kürzer, macht man es sich gerne zu Hause gemütlich. Gedimmtes Licht und Kerzenschein, dazu eine Tasse Tee, erzeugen ein wohliges Gefühl. Doch wenn wir sehr viel Zeit bei schummrigem Licht verbringen – wie in der Herbst- und Winterzeit – kann dies offenbar unser Gehirn beeinträchtigen. Darauf deuten zumindest die Ergebnisse tierexperimenteller Studien von Forschern der Michigan State University hin.

Die Neurowissenschaftler um Dr. Lily Yan untersuchten für ihre Studie die Gehirne von Nilgrasratten, da deren Tagesrhythmus dem von Menschen ähnlich ist. Es zeigte sich, dass bei Tieren, die vier Wochen lang gedimmtem Licht ausgesetzt waren, die Kapazität des Hippocampus, einer für das Lernen und das Gedächtnis wichtigen Hirnregion, um 30 Prozent zurückging. In einem Labyrinth-Test, der vorher mit den Tieren trainiert worden war, schnitten die Tiere dann auch schlechter ab als diejenigen, die hellem Licht ausgesetzt waren. Offenbar hatte die Fähigkeit zum räumlichen Lernen sowie die Gedächtnisleistung durch das dauerhaft gedimmte Licht abgenommen.

Die gute Nachricht: Die Hirnkapazität der Nagetiere, die zuerst bei schummrigem Licht gehalten wurden, erholte sich wieder vollständig, wenn sie danach vier Wochen lang auch bei hellem Licht lebten. Gleiches galt für das Absolvieren der räumlichen Aufgaben. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin „Hippocampus“.

Die Arbeit der Forscher sei die erste, die zeige, dass eine Veränderung der Lichtverhältnisse zu strukturellen Veränderungen des Gehirns führen könnte, so die Michigan State University in einer Pressemitteilung. Das Forscherteam will sich in seinen nächsten Studien auf eine Gruppe von Neuronen im Hypothalamus konzentrieren, welche ein Peptid mit dem Namen „Orexin“ produzieren, welches wiederum verschiedene kognitive Funktionen beeinflusst. Ziel ist es herauszufinden, ob eine künstliche Zufuhr von Orexin die negativen Auswirkungen von gedimmtem Licht rückgängig machen kann. Dies könnte zum Beispiel für Menschen mit Augenerkrankungen bedeutsam sein.

Quelle:

PM Michigan State University, Februar 2018

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