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Der Therapeium-Blog

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29.04.20 Themengebiete: Atemwegserkrankungen, Ernährung, Infektionskrankheiten

Covid-19: Wie wichtig ist die Ernährung?

Abgesehen von einer normalen gesunden Ernährung kann eine Extradosis an Vitaminen oder Mineralstoffen wohl nicht vor einer Corona-Infektion schützen. Wichtig ist es jedoch, Fehl- und Mangelernährung zu vermeiden, denn sie können zu einem schwereren Verlauf von Covid-19 führen.

Immer mehr Menschen fragen sich, ob sie auch durch ihre Ernährung oder spezielle Nahrungsergänzungsmittel einer schweren Covid-19-Erkrankung vorbeugen können. Die Hinweise dazu sind allerdings spärlich. Abgesehen von einer grundsätzlich gesunden Ernährung können daher hierzu keine besonderen Empfehlungen gegeben werden.

Umgekehrt können Fehl- und Mangelernährung jedoch durchaus dazu beitragen, dass eine durch das neue Coronavirus ausgelöste Lungenerkrankung einen besonders schweren Verlauf nimmt. Ein schlechter Ernährungszustand ist damit neben höherem Alter und Vorerkrankungen ein Risikofaktor bei einer Covid-19-Erkrankung.

„Ein guter Ernährungszustand der Patienten reduziert deutlich die Wahrscheinlichkeit, einen schweren Verlauf der Erkrankung durchzumachen, bleibende Folgeschäden zu entwickeln oder gar zu versterben“, betont Professor Stephan Bischoff von der Universität Hohenheim. Der Ernährungsmediziner rät deshalb Ärzten, auch den Ernährungszustand im Blick zu haben. Gefährdeten Personen mahnt er zu präventiven Untersuchungen.

Fehl- und Mangelernährung auch bei Kindern häufig

Doch gerade der Aufenthalt auf einer Intensivstation, der durch die schweren Atemwegserkrankungen notwendig werden kann, führe bei COVID-19-Patienten häufiger dazu, dass sich Fehl- und Mangelernährungen aufgrund der Entzündungsprozesse entwickelten oder weiter verschärften. Zwar befalle das Virus hauptsächlich die Atemwege, die Krankheit könne aber auch mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall einhergehen, wodurch die Nahrungsaufnahme und -verwertung zusätzlich beeinträchtigt werde.

In der Folge baue der Körper verstärkt Skelettmuskulatur ab, was wiederum zu einer Abnahme der Lebensqualität, zusätzlichen Krankheiten oder sogar einer Behinderung führen könne – und dies auch noch lange nach der Behandlung auf der Intensivstation. Bischoff mahnt jedoch, nicht nur an ältere Personen zu denken: „Fehl- und Mangelernährung sowie Übergewicht sind in unserer Gesellschaft auch bei Kindern ein durchaus präsentes Phänomen. Mit diesen Vorbelastungen steigt das Risiko für eine virale Lungenentzündung und einen lebensbedrohlichen Infektionsverlauf.“

Extra-Vitamine schützen nicht vor Covid-19

Es sei daher wichtig, dass gefährdete Personen gerade im Vorfeld einer möglichen COVID-19-Erkrankung verstärkt auf ihren Ernährungszustand achten. „Personen mit bekannter Fehl- und Mangelernährung oder einem Risiko dazu sollten sich dabei idealerweise von erfahrenen Ernährungsberatern oder -medizinern unterstützt lassen“, so Bischoff. Diese können auch beurteilen, in wie weit eine Ergänzung der täglichen Ernährung mit Vitaminen und Mineralstoffen notwendig sei, um eine optimale Infektionsabwehr zu erreichen.

Die Hoffnung, dass eine besonders hohe Dosis an Vitaminen einen besonderen Schutz darstelle, teilt der Experte jedoch nicht. „Es ist wichtig, Mikronährstoffdefizite zu verhindern und zu behandeln. Es gibt jedoch keine nachgewiesenen Beweise dafür, dass bei gut ernährten, gesunden Personen die routinemäßige Verwendung von Mikronährstoffen in hohen Dosen eine Infektion mit COVID-19 verhindern oder den Krankheitsverlauf verbessern kann.“

Quelle:

Clinical Nutrition 2020

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Foto: AdobeStock / Natalia Lisovskaya

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