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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

26.11.14 Themengebiete: Diabetes, Stress

Erhöht Arbeitsstress das Diabetes-Risiko?

Eine hohe Stressbelastung im Beruf erhöht nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch die Wahrscheinlichkeit, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, steigt durch chronischen Stress im Job an.

Umfragen zufolge ist jeder fünfte Arbeitnehmer von starkem psychischem Stress am Arbeitsplatz betroffen. Damit sind nicht normale anstrengende Situationen gemeint, sondern ein Zustand, bei der die Arbeitsanforderung als beständig hoch oder sogar zu hoch eingeschätzt wird, während gleichzeitig der Handlungs- und Entscheidungsspielraum klein ist. Studien haben gezeigt, dass diese Kombination am ehesten zu Stress-Symptomen und unter Umständen sogar zu Burnout und anderen psychischen Erkrankungen führt.

Die negativen Auswirkungen für die Gesundheit sind dabei vielfältig. So konnte bereits nachgewiesen werden, dass chronischer Stress zu einer systemischen Entzündungsreaktion im Körper führen sowie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen kann. Wissenschaftler vom Helmholtz Zentrum München haben nun untersucht, ob eine anhaltend hohe Arbeitsbelastung auch die Entwicklung von Typ-2-Diabetes begünstigen kann.

Diabetes-Risiko um 45 Prozent erhöht

Dazu werteten die Forscher in Zusammenarbeit mit Medizinern des Uniklinikums Gießen und Marburg die Daten von über 5300 berufstätigen Teilnehmern zwischen 29 und 66 Jahren aus. Die Informationen entnahmen sie der bevölkerungsbasierten Kohortenstudie MONICA/KORA. Bei keinem der Teilnehmer lag zu Studienbeginn ein Diabetes vor. Die Probanden wurden dann über einen Zeitraum von 13 Jahren beobachtet und immer wieder untersucht. Knapp 300 Personen entwickelten in dieser Zeit einen Diabetes Typ 2.

Es zeigte sich, dass Menschen mit einem hohen Stresslevel am Arbeitsplatz und einer gleichzeitig niedrigen Kontrolle über die verrichteten Tätigkeiten ein um 45 Prozent höheres Risiko für Diabetes hatten als Personen mit geringer Belastung am Arbeitsplatz. Die ermittelte Risikoerhöhung durch die Arbeitsbelastung war unabhängig von klassischen Risikofaktoren für Diabetes wie Übergewicht, Alter oder Geschlecht.

Damit scheint ein klarer Zusammenhang zwischen Stress am Arbeitsplatz und dem Risiko für Diabetes erwiesen zu sein. Die Forscher betonen, dass angesichts der massiven gesundheitlichen Folgen von stressassoziierten Erkrankungen den präventiven Maßnahmen gegen Stress im Beruf mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.

Quelle:

Helmholtz Zentrum München, 08.08.2014

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