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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

01.04.15 Themengebiete: Infektionskrankheiten, Krebs

Gibt es Alternativen zu Tierversuchen?

Nach wie vor sterben jedes Jahr Millionen von Tieren in Deutschland für die medizinische Forschung. Der Forschungsverbund „BB3R“ sucht nach Alternativen für die zum Teil grausamen Versuche – mit Erfolg.

Jedes Jahr verlieren fast drei Millionen Tiere in Deutschland ihr Leben für die medizinische Forschung – und das meistens nach langem Leiden. Allein in Berlin, der „Hauptstadt der Tierversuche”, sind im Jahr 2013 rund 430.000 Wirbeltiere in Laboren gestorben.

Dabei gibt es andere Möglichkeiten. Nach solchen sucht unter anderem der Forschungsverbund „BB3R“, ein Zusammenschluss der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Berlin, der Charité-Universitätsmedizin, der Universität Potsdam und des Bundesinstituts für Risikobewertung. Die Wissenschaftler entwickelten zum Beispiel Modelle aus künstlich gewonnenen, menschlichen Hautzellen, an denen geprüft werden kann, wie die menschliche Haut auf bestimmte Substanzen reagiert; für solche Tests mussten bisher rasierte Kaninchen herhalten. Die Forscher hoffen, bald auch Modelle für die Hautkrebsforschung einsetzen zu können.

Neue Modelle können Tierversuche ersetzen

Monika Schäfer-Korting, Pharmakologin und Vizepräsidentin der FU Berlin, ist der Meinung, dass schon heute ein weitgehender Verzicht auf Tierversuche möglich sei. Gegenüber „Focus Online“ erklärte sie, dass dazu allerdings politischer Druck und vor allem die Bereitstellung von Fördergeldern wichtig sei. Auf diese Weise konnte bereits im Jahr 2013 ein EU-weites Verbot von Tierversuchen für die Kosmetikindustrie durchgesetzt werden. Doch für die pharmakologische Forschung sind Tierversuche weiterhin erlaubt.

Große Hoffnung macht hier die Entwicklung von sogenannten Multiorgan-Chips, wie sie zum Beispiel an der TU Berlin entwickelt werden. Die Forscher bauen Organe in Miniatur auf einem Chip nach und verbinden sie über eine Nährlösung zu einem Kreislauf. So soll eine Art „Mikromensch“ entstehen, gewachsen aus adulten Stammzellen. Sollte tatsächlich die Entwicklung eines vollständigen Modells des menschlichen Organismus, das sämtliche Prozesse im Körper widerspiegelt, gelingen, wäre dies ein bahnbrechender Erfolg für die medizinische Forschung und würde Tests an lebenden Tieren und Menschen weitgehend überflüssig machen.

Aussagekraft von Tierversuchen zweifelhaft

Tiere für medizinische Zwecke zu benutzen, ist nicht nur ein moralisches Problem. Experten äußern immer wieder auch Zweifel an der Aussagekraft der Tierversuche. Denn zwischen dem Organismus des Menschen und dem von Tieren bestehen erhebliche Unterschiede, und die Ergebnisse der Tests sind keineswegs vollständig übertragbar. So kommt es immer wieder vor, dass Medikamente beim Menschen zu schweren, teilweise sogar tödlichen Nebenwirkungen führen, die von den getesteten Tieren gut vertragen worden waren.

Quellen:

BBR3

Focus online, 08.01.2015

Weitere Links:

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Foto: © mgkuijpers – Fotolia.com

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