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Der Therapeium-Blog

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04.09.13 Themengebiete: Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Hepatitis B?

Vitamin D ist für viele körperliche Funktionen wichtig. In Deutschland haben jedoch viele Menschen einen Vitamin-D-Mangel. Nun haben Forscher gezeigt, dass dieser zur Ausbreitung des Hepatitis-B-Virus in der Leber beitragen kann.

Dass Vitamin D das Immunsystem unterstützt, ist bereits durch mehrere Studien belegt. Nun haben Forscher des Uniklinikums Frankfurt herausgefunden, dass Vitamin D auch bei der Entwicklung einer Hepatitis-B-Erkrankung eine Rolle spielt. Sie konnten zeigen, dass bei Patienten, die unter Hepatitis B litten, die Anzahl der Viren im Blut höher war, je niedriger ihr Vitamin-D-Spiegel lag.

Für die Studie untersuchte das Forscherteam 203 Patienten mit chronischer Hepatitis B, die zuvor noch keine Behandlung für ihre Infektion erhalten hatten. Dabei wurde auch die Vitamin-D-Serumkonzentration (25-Hydroxyvitamin D) bei den Patienten gemessen. Es zeigte sich, dass 37 Prozent der Patienten mit chronischer Hepatitis B einen ausgeprägten Vitamin-D-Mangel und 47 Prozent einen mäßigen Vitamin-D-Mangel aufwiesen. Nur bei 19 Prozent konnte ein normaler Vitamin-D-Level (mehr als 20 ng/mL) festgestellt werden.

Hohe Viruslast bei niedrigem Vitamin-D-Spiegel

In weiteren Untersuchungen stellten die Wissenschaftler fest, dass eine hohe Konzentration von Hepatitis-B-Viren im Blut mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel assoziiert war. Ein kausaler Zusammenhang scheint gegeben, da sich beide Parameter im
Verlauf eines Jahres gegenläufig entwickelten: Stieg die Vitamin-D-Serumkonzentration durch den Einfluss des Sonnenlichts im Sommer und Herbst, sank die Konzentration an HBV und umgekehrt.

„Unsere Resultate legen eine kausale Verbindung zwischen einem Vitamin-D-Mangel und einer hohen Konzentration von Hepatitis-B-Viren im Blut nahe“, erklärte Forschungsgruppenleiter Dr. Christian Lange. Mit dieser Erkenntnis könnten sich neue Möglichkeiten für die Therapie der Viruserkrankung ergeben. „In weitergehenden Studien untersuchen wir derzeit, wie Vitamin D konkret zur Behandlung der chronischen Hepatitis B eingesetzt werden kann“, so Lange.

Hepatitis B ist eine virusbedingte Leberentzündung, hervorgerufen durch das Hepatitis B-Virus (HBV) und eine der häufigsten Infektions-Krankheiten überhaupt. Übertragen werden die Erreger durch Blut oder andere Körperflüssigkeiten. Mehr als die Hälfte aller HBV-Infektionen in Deutschland gehen heutzutage auf Sexualkontakte zurück. Die Erkrankung verläuft meistens akut, manchmal aber auch chronisch. Dann kann sich daraus eine Leberzirrhose und sogar Leberkrebs entwickeln. Die Therapie einer chronischen Hepatitis B ist schwierig; daher ist eine vorbeugende Impfung die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung der Infektion und Verminderung der Virusträgerzahl.

Quelle:

Pressemitteilung des Universitätsklinikums Frankfurt vom 14.06.2013

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