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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

03.09.14 Themengebiete: Ernährung, Neurologische Erkrankungen

Helfen Joghurt und Obst gegen Parkinson?

Dresdner Forscher haben zwei Stoffe identifiziert, die den Krankheitsprozess von Parkinson verlangsamen oder ihm sogar vorbeugend entgegenwirken können. Die Stoffe kommen natürlicherweise in Joghurt und unreifem Obst vor.

Es wäre eine Sensation: Stoffe, die in alltäglichen Lebensmitteln stecken, sollen Parkinson vorbeugen oder zumindest den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können. Wenn das stimmt, könnte eine risikolose Behandlung der Nervenkrankheit möglich werden.

Bei der Parkinson-Erkrankung sind die „Kraftwerke“ der Nervenzellen, die Mitochondrien, beschädigt, wodurch es zu einem Absterben der Nervenzellen in der Substantia nigra kommt. Nun haben Wissenschaftler des Dresdner Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik entdeckt, dass die Substanzen D-Laktat und Glykolsäure die Zellkraftwerke reparieren und somit das Überleben der Nervenzellen sichern können.

D-Laktat und Glykolsäure reparieren defekte Zellen

Schon lange ist bekannt, dass Parkinson unter anderem auf genetische Defekte zurückzuführen ist. Dutzende Gene wurden dafür bereits gefunden, unter anderem auch DJ-1. Die Dresdner Forscher fanden nun heraus, dass DJ-1 ein Enzym produziert, welches wiederum die zwei lebenswichtigen Stoffe D-Laktat und Glykolsäure schafft. Ist die Funktion von DJ-1 gestört, stehen nicht genügend Mengen der beiden Substanzen zur Zellreparatur zur Verfügung.

Die beiden Stoffe kommen aber auch in alltäglichen Nahrungsmitteln vor. D-Laktat (linksdrehende Milchsäure) findet sich vor allem in Joghurt, Glykolsäure (Fruchtsäure) speziell in unreifem Obst, aber auch in Pflaumen, Weintrauben oder Zuckerrohr. Vom Darm aus gelangen Milch- und Fruchtsäure ins Blut und können von hier aus die sogenannte Blut-Hirn-Schranke überwinden und zu den defekten Zellen gelangen. Wie die Forscher betonen, konnten in Laborversuchen tierische und menschliche Nervenzellen mit den beiden Substanzen wieder vollständig repariert werden.

Die Forscher hoffen nun, dass ihre Entdeckung in Zukunft für die Behandlung und Prävention von Parkinson nutzbar gemacht werden kann. Welche Dosis der beiden Substanzen allerdings für eine heilende Wirkung nötig ist, müssen erst weitere Studien zeigen.

Quelle:

Biology Open doi: 10.1242/bio.20149399

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