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Der Therapeium-Blog

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27.05.15 Themengebiete: Entspannung, Stress

Hilft Hypnose bei Schlafstörungen?

Immer mehr Menschen leiden unter Schlafstörungen. Der Griff zu Schlafmitteln ist dabei meistens der schlechteste Weg. Stattdessen können verschiedene Entspannungstechniken helfen – darunter auch die Hypnose.

Medikamente gegen Schlafstörungen können zwar vorübergehend Erleichterung bringen, doch der durch sie hervorgerufene Schlaf ist weniger erholsam, und häufig kommt es zu einer starken Tagesmüdigkeit. Zudem haben Schlafmittel ein hohes Abhängigkeitspotenzial. Das Interesse an alternativen Möglichkeiten, den Schlaf zu verbessern, ist daher groß. Eine dieser Möglichkeiten ist die Hypnose. Bei der Hypnose handelt es sich um einen durch Suggestionen hervorgerufenen Zustand tiefer Entspannung bei gleichzeitiger Fokussierung auf innere Vorgänge. Verschiedene Studien haben bereits Hinweise geliefert, dass Hypnose bei Schmerzen und Ängsten Abhilfe schaffen kann.

Schweizer Forscher wollten nun herausfinden, wie sich Hypnose auf die Schlafqualität auswirkt. Besonders wichtig für die Erholung von Körper und Geist ist eine bestimmte Phase des Schlafs, der sogenannte „Slow-Wave-Sleep“. Der Körper schüttet in dieser traumlosen Tiefschlafphase Wachstumshormone aus, um Zelldefekte auszugleichen; auch für das Immunsystem ist die Phase wichtig. Im Alter nimmt dieser Schlaf jedoch immer mehr ab, und gleichzeitig lässt ein immer kürzer werdender „Slow-Wave-Sleep“ den Organismus schneller altern.

Hypnose fördert den Tiefschlaf

Die Forscher haben nun untersucht, wie sich Hypnose auf den „Slow-Wave-Sleep“ während eines 90-minütigen Mittagsschlafs auswirkt. Dafür haben die Wissenschaftler die Wirkung von hypnotischen Texten, welche die Teilnehmer vor dem Einschlafen hörten, auf das zentrale Nervensystem gemessen. Als Hypnose wurden den Probanden Botschaften vom Band wie „Schlaf tiefer“, versehen mit Schlüsselbegriffen wie „Entspannung“, „loslassen“ und „leicht“ vorgespielt. Auch diente als Suggestionshilfe die Metapher eines Fisches, der sich langsam in immer tieferes Wasser sinken lässt. Der Kontrollgruppe wurde hingegen ein Sachtext über Geologie vorgelesen.

Es zeigte sich, dass die Hypnose tatsächlich zu um rund 80 Prozent längeren Tiefschlafphasen führte und die Wachzeit um rund zwei Drittel reduzierte. Jedoch hatten nicht alle Texte diesen Erfolg; nur bei spezifisch hypnotischen Botschaften konnte der Schlaf verbessert werden. Ob sich Hypnose auch positiv auf den REM-Schlaf auswirkt, konnte die Studie nicht zeigen, da dieser erst bei einem längeren Schlaf in der Nacht auftritt. Auch konnte nicht nachgewiesen werden, dass sich Erinnerung und Konzentrationsfähigkeit der Teilnehmer signifikant verbesserten – eventuell ist dies jedoch ebenfalls beim Nachtschlaf anders. Weitere Studien sollen das nun zeigen.

Quelle:

SLEEP 2014;37(6):1143-1152.

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