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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

20.05.15 Themengebiete: Psychische Erkrankungen, Sport

Hilft Sport bei ADHS?

Dass Kindern mit ADHS nicht immer oder nicht nur mit Medikamenten geholfen ist, setzt sich als Auffassung langsam immer mehr durch. Eine aktuelle Studie zeigt, dass unter anderem Sport dazu beitragen kann, die Symptome zu mildern und die Konzentrationsfähigkeit der Betroffenen zu erhöhen.

Bei unruhigen und zappligen Kindern wird schnell die Diagnose ADHS gestellt, und oft ist dann auch der Rezeptblock nicht mehr weit. Doch was in Einzelfällen sicherlich sinnvoll ist, muss nicht bei allen Kindern der beste Weg sein. Denn Psychopharmaka können schwere Nebenwirkungen haben, und oft gibt es andere Möglichkeiten, um den spezifischen Bedürfnissen von überaktiven Kindern gerecht zu werden. Eine Möglichkeit, damit umzugehen, kann Sport sein. Darauf haben schon mehrere Studien verwiesen, und dies wird auch durch eine aktuelle Untersuchung bestätigt.

Motorische und kognitive Fähigkeiten hängen zusammen

Bei Kindern mit ADHS können neben den Hauptsymptomen wie Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität häufig auch Probleme im motorischen und kognitiven Bereich beobachtet werden. Forscher der Universität Regensburg hatten in vergangenen Studien bereits festgestellt, dass motorische und kognitive Fähigkeiten eng miteinander verknüpft sind. Diplom-Sportwissenschaftlerin Susanne Ziereis und Professor Petra Jansen von der Universität Regensburg wollten nun herausfinden, wie diese beiden Bereiche zusammenhängen und ob spezielle Bewegungsprogramme Kindern mit ADHS-Symptomen helfen könnten.

An der Studie nahmen 43 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren teil; bei allen war ADHS diagnostiziert worden. Die Kinder wurden in drei Gruppen eingeteilt. Die Teilnehmer der ersten Gruppe nahmen an einem Bewegungsprogramm teil, das vorwiegend Geschicklichkeitsübungen enthielt und beispielsweise die Balance oder Ballfertigkeiten trainierte. Die zweite Gruppe absolvierte ein Sportprogramm, ohne spezifische Fertigkeiten zu trainieren. Die Kinder der dritten Gruppe nahmen an keinem Bewegungsprogramm teil.

Sport hilft – egal, welcher

Bei allen Kindern, die an einem der Sportprogramme teilnahmen, konnten die Wissenschaftler signifikante Verbesserungen bei den kognitiven Funktionen feststellen. Bei der Kontrollgruppe zeigten sich hingegen keine positiven Veränderungen. Die Regensburger Wissenschaftlerinnen schließen daraus, dass sportliche Aktivität zu einer Verbesserung der Aufmerksamkeit und der Gedächtnisleistung von Kindern mit ADHS beitragen kann – und zwar egal, um welche Art von Sport es sich handelt. Nach Ansicht der Forscherinnen sollte Sport daher immer bei einer ADHS-Diagnose als Unterstützung herangezogen werden – sei es als Ergänzung oder sogar als Ersatz für eine medikamentöse Therapie.

Quelle:

Res Dev Disabil., 3. Januar 2015

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