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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

22.06.12 Themengebiete: Neurologische Erkrankungen

Hilft Tai Chi bei Parkinson besser als klassische Physiotherapie?

Bei Parkinson ist Tai Chi offenbar noch wirksamer als bisher angenommen. Dass es sogar einem klassischen physiotherapeutischen Krafttraining überlegen ist, konnte jetzt eine Studie zeigen.

Parkinson ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung, bei der nach und nach Gehirnzellen absterben, die den Botenstoff Dopamin herstellen. Dopamin überträgt Signale zwischen den Nervenzellen, die unsere Bewegungen steuern. Fehlt dieser Botenstoff, geraten die Bewegungen außer Kontrolle. Typische Symptome sind dann Bewegungsstörungen wie Verlangsamung (Akinese), Steifheit (Rigor) oder Zittern (Tremor). Viele Parkinson-Kranke leiden im fortgeschrittenen Stadium auch unter Beeinträchtigungen ihres Gleichgewichts. Den Betroffenen wird daher häufig Physiotherapie und körperliche Bewegung empfohlen, um die Muskeln zu stärken, den Gleichgewichtssinn zu trainieren und damit dem körperlichen Verfall entgegenzuwirken. Auch Tai Chi kann unterstützend wirken. Nun hat eine Studie gezeigt, dass Tai Chi im direkten Vergleich zur konventionellen Physiotherapie sogar besser Ergebnisse erzielen kann.

Dass fernöstliche Bewegungs- und Therapieformen wie Qi Gong oder Tai Chi geeignet sind, auch bei älteren Menschen die motorischen Fähigkeiten zu bewahren und zu verbessern, ist bekannt. In der aktuellen Studie des Wissenschaftlers Fuzhong Li vom Oregon Research Institute in Oregon wurde der Nutzen von Tai Chi nun speziell für Parkinson-Patienten überprüft und direkt mit einem physiotherapeutischen Krafttraining verglichen. 195 Parkinson-Patienten, die unter leichten bis mittelschweren Symptomen litten, nahmen sechs Monate lang an der Studie teil. Zunächst wurden sie in drei Gruppen eingeteilt. Während die erste zweimal in der Woche an einem Tai-Chi-Training teilnahm, absolvierte die zweite Gruppe Kraftübungen innerhalb einer konventionellen Physiotherapie. Teilnehmer der dritten Gruppe führten nur einfache Dehnungsübungen durch.

Tai Chi macht beweglicher

Erwartungsgemäß zeigten sich in der Kontrollgruppe mit den Dehnungsübungen keine Verbesserungen, sogar eher leichte Verschlechterungen. In der Gruppe mit dem Krafttraining waren hingegen positive Wirkungen zu verzeichnen. Die besten Ergebnisse zeigten sich aber in der Tai-Chi-Gruppe. Die Teilnehmer schnitten in fast allen Tests besonders gut ab. Sie waren insgesamt beweglicher, wiesen einen deutlich verbesserten Gleichgewichtssinn auf und konnten sich schneller und leichter von einem Stuhl erheben. Zudem kam es in dieser Gruppe seltener zu Stürzen.

Tai Chi (eigentlich: Tai-Chi Chuan) ist eine in China entwickelte Kampfkunst, die heute von Millionen Menschen weltweit hauptsächlich aus gesundheitlichen Gründen, zur Entspannung oder zur Meditation praktiziert wird. Dabei geht es um fließende Bewegungen, bei denen die Gelenke gelockert werden, der Körper entspannt und die Körperhaltung positiv verändert wird. Klinische Untersuchungen konnten zeigen, dass regelmäßiges Praktizieren von Tai Chi positive Auswirkungen auf verschiedene gesundheitliche Aspekte wie das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem, die Beweglichkeit oder das Schmerzempfinden haben kann.

Quelle:

The New England Journal of Medicine, 09.02.2012

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Foto: Leah-Anne Thompson/fotolia.com

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