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Der Therapeium-Blog

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01.12.19 Themengebiete: Ernährung, Herz-Kreislauf

Intervallfasten: Wie wirksam ist es wirklich?

Intervallfasten liegt im Trend. Neben der Gewichtsreduktion soll es auch Erkrankungen wie Diabetes entgegenwirken und sogar Anti-Aging-Effekte haben. Forscher betonen jedoch, dass die meisten Effekte auch durch andere Diätformen erreicht werden können.

Dem Intervallasten werden viele positive gesundheitliche Effekte nachgesagt. Unter anderem soll es sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System und Diabetes auswirken und zur Gewichtsreduktion beitragen. Mehrere Untersuchungen konnten das bereits bestätigen. So ließen zum Beispiel Forscher der Universität Graz 60 gesunde und normalgewichtige Personen über vier Wochen lang ein Intervallfasten durchführen, während eine Kontrollgruppe normal weiter aß.

Die Probanden der Intervallfasten-Gruppe durften jeweils 36 Stunden lang keine Nahrung zu sich nehmen und in den darauffolgenden 12 Stunden so viel essen, wie sie wollten. Die Forscher stellten fest, dass nicht nur das Gewicht der Teilnehmer sank, sondern auch die Menge des viszeralen Fetts, das die Organe umgibt und als besonders gefährlich gilt. Auch der Cholesterinspiegel war gesunken. Andere Biomarker, die auf kardioprotektive und Anti-Aging-Effekte deuten, stiegen in ihrer Konzentration an. Negative Folgen des Fastens konnten die Forscher nicht feststellen.

In einer anderen Studie konnten Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam zeigen, dass Intervallfasten auch das Fett der Bauchspeicheldrüse schrumpfen lässt. Im Labor stellten die Wissenschaftler zudem fest, dass dieses Fett tatsächlich die Funktion der Bauchspeicheldrüse beeinträchtigt und somit einen Typ-2-Diabetes begünstigt. Somit kann Intervallfasten unter Umständen der Entstehung von Diabetes entgegenwirken oder einen bereits bestehenden Diabetes positiv beeinflussen.

Intervallfasten ist gut – andere Diätformen jedoch auch

Trotz all dieser positiven Ergebnisse gibt es eine Einschränkung: Denn ob das Fasten anderen Diätmethoden, bei denen die Kalorienzufuhr reduziert wird, überlegen ist, konnte bisher in keiner Studie bewiesen werden. Zwar gibt es die Vermutung, dass Fasten deshalb so wertvoll ist, weil sich der Körper in der nahrungsfreien Zeit darauf konzentrieren kann, schädliche Stoffe abzubauen. Doch in einem direkten Vergleich mit anderen Diäten konnte das bisher nicht gezeigt werden.

Um mehr Licht ins Dunkel zu bringen, haben Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Universitätsklinikums Heidelberg Intervallfasten mit einer anderen Reduktionsdiät verglichen. Für die HELENA-Studie wurden 150 übergewichtige Probanden untersucht. Ein Drittel der Teilnehmer ernährte sich 12 Wochen lang nach einer herkömmlichen Reduktionsdiät, bei der die tägliche Kalorienaufnahme um 20 Prozent gesenkt wurde. Eine zweite Gruppe führte ein Intervallfasten nach einem 5:2-Programm durch. Die Probanden der Kontrollgruppe machten keine Diät. Sie sollten sich jedoch an eine ausgewogene Ernährung gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung halten.

Wie sich zeigte, besserte sich der Gesundheitszustand in beiden Diätgruppen im Vergleich zur Kontrollgruppe in gleichem Maße. Nach Ansicht der Autoren konnte die Studie daher die großen Erwartungen an das Intervallfasten nicht bestätigen. Allerdings seien die Effekte beim Fasten auch nicht schlechter als bei anderen Formen der Kalorienreduktion. Zudem sei es für einige Menschen leichter, zu bestimmten Zeiten auf Essen zu verzichten, als ständig Kalorien zu zählen, so die Forscher. Das Wichtigste sei daher nicht die Art des Abnehmens, sondern überhaupt sein Gewicht zu reduzieren.

Quellen:

Cell Metabolism, August 2019

Metabolism, August 2019

Universität Heidelberg, August 2019

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Foto: © Tatjana Balzer – stock.adobe.com

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