loading

Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

05.03.15 Themengebiete: Entspannung, Meditation, Psychische Erkrankungen

Kann Achtsamkeitsmeditation soziale Ängste reduzieren?

Achtsamkeitsmeditation hilft dabei, negative Bewertungen zu reduzieren und die Aufmerksamkeit gezielt zu verlagern. Dadurch kann sie auch dazu beitragen, soziale Ängste abzubauen, wie eine Studie nun gezeigt hat.

Das Interesse für fernöstliche Heil- und Entspannungsmethoden nimmt immer mehr zu. Auch Meditation wird immer öfter in die klinische Praxis eingebunden. Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR, im Deutschen meist als „Achtsamkeitsmeditation“ bezeichnet) ist eine Meditationsmethode, die von Ärzten zur Unterstützung von Heilungsprozessen eingesetzt wird.

Studien beweisen, dass sich Achtsamkeitsmeditation positiv auf verschiedene psychische Störungen auswirken kann. Und kürzlich konnten Forscher nachweisen, dass Achtsamkeitsübungen auch soziale Ängste wirksam verringern können. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen haben die Wissenschaftler im Fachmagazin „Journal of Anxiety Disorders“ veröffentlicht.

Achtsamkeit verringert negative Bewertungen

Ein typisches Merkmal für soziale Ängste ist die Neigung, nach einem sozialen Erlebnis das Geschehene noch einmal im Detail zu erinnern und gedanklich durchzugehen. Meistens stehen dabei negative Bewertungen des eigenen Verhaltens im Vordergrund. In ihrer Studie wollten die Forscher nun herausfinden, wie sich kognitive Restrukturierung, Achtsamkeitsmeditation und Übungen zur Kontrolle der eigenen Gedanken auf dieses Verhalten auswirkten.

Es stellte sich heraus, dass sowohl Achtsamkeitsübungen als auch kognitive Restrukturierung die negativen Selbstbewertungen und damit die sozialen Ängste signifikant reduzieren konnten, während sich die Strategien zur Kontrolle der eigenen Gedanken als weniger wirkungsvoll erwiesen. Die Achtsamkeitsmeditationen bewirkten unter anderem eine Verringerung der negativen Gedanken und der emotionalen Begleitreaktionen wie beispielsweise Anspannung sowie eine Zunahme der Fähigkeit, die Aufmerksamkeit zu verlagern. Durch die Übungen konnten somit Ängste reduziert werden und die Konzentration auf die eigenen Ziele gestärkt werden.

Etwa 12 Prozent aller Erwachsenen leiden an sozialen Ängsten. Damit sind sie nach Depressionen und Alkoholismus das dritthäufigste psychiatrische Problem. Durch soziale Ängste kommt es häufig zu Folgeerkrankungen wie Sucht, Depression oder anderen Angststörungen. Eine rechtzeitige Behandlung ist daher von besonderer Bedeutung.

 Quelle:

Journal of Anxiety Disorders, August 2014

Verwandte Artikel:

Helfen Achtsamkeitsübungen bei Schmerzen und Burnout?

Weitere Links:

Praxis für Integrale Prävention im Therapeium

Foto: © thinglass – Fotolia.com

So erreichen Sie das Therapeium!



Adresse
Hohenzollernstr. 12 14163 Berlin-Zehlendorf
Telefon
Tel. 030 - 810 541 87 Fax: 030 - 810 541 88

Hier befindet sich das Therapeium.


Das Therapeium befindet sich in der Hohenzollernstrasse 12, liegt zentral in Zehlendorf-Mitte und ist bequem mit der S-Bahn von Berlin-Mitte innerhalb einer halben Stunde zu erreichen. Route anzeigen lassen.
Vom S-Bahnhof Zehlendorf laufen Sie ca. fünf Minuten zu uns. Parkplätze finden Sie direkt vor der Tür bzw. in der nächsten Seitenstraße!
Sie kommen mit dem Auto zu uns? Lassen Sie sich jetzt die Route berechnen oder die Anfahrt mit S-Bahn oder Bus anzeigen.
Webdesign: Sascha Zemke & Erasmus Schröder