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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

17.04.14 Themengebiete: Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Psychische Erkrankungen

Kann die Ernährung psychische Erkrankungen günstig beeinflussen?

Immer mehr Studien liefern Hinweise darauf, dass die Ernährung bei der Entstehung und Behandlung psychischer Erkrankungen eine Rolle spielen könnte. Allerdings ist die Evidenzlage bisher dünn.

Psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angsterkrankungen oder Schizophrenie können mittlerweile zu einem großen Teil sehr gut mit Medikamenten und/oder einer Psychotherapie behandelt werden. Aber auch die Ernährung spielt eine große Rolle, wie immer mehr Studien ergeben. Zudem lassen die wachsenden Erkenntnisse über den Hirnstoffwechsel Vermutungen darüber zu, dass Ernährungsgewohnheiten oder Mangelerscheinungen an bestimmten Nährstoffen die Entstehung und den Verlauf von psychischen Erkrankungen beeinflussen können.

So haben epidemiologische Studien ergeben, dass es einen Zusammenhang zwischen einer geringen Zufuhr an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und der Entstehung von Schizophrenie und Depression gibt. In Interventionsstudien konnte gezeigt werden, dass die gezielte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren einen – wenn auch nur geringen – positiven Effekt auf diese Erkrankungen hat. Forscher vermuten, dass die Zufuhr der Fettsäuren die Zellmembran verändern und somit auch die Übertragung zwischen den Gehirnzellen beeinflussen kann.

Mittelmeer-Diät stärkt das Gehirn

Auch Demenzerkrankungen lassen sich unter Umständen durch eine sogenannte Mittelmeer-Diät, bestehend aus viel Fisch, Olivenöl, Obst und Gemüse, positiv beeinflussen. Und in letzter Zeit wird diskutiert, ob bereits in der Schwangerschaft ein Mangel an Eisen, Jod, Selen oder Zink zu Entwicklungsstörungen des kindlichen Gehirns führen kann.

Nicht zu vergessen ist auch, dass unter den Folgeerkrankungen von psychischen Störungen Unter- oder Übergewicht an erster Stelle stehen. So ist Übergewicht eine der gravierendsten Nebenwirkungen von vielen Medikamenten, die beispielsweise bei Schizophrenie oder Depressionen eingesetzt werden. Experten kritisieren, dass dies von Psychiatern zu wenig angesprochen wird. Dabei kann Übergewicht in Folge einer medikamentösen Behandlung zu mangelnder Therapietreue sowie zu weiterem sozialen Rückzug führen. Daher sollten im besten Fall eine Ernährungsberatung, ein Bewegungsprogramm sowie eine kognitive Verhaltenstherapie die medikamentöse Therapie begleiten.

Quelle:

MMW – Fortschritte der Medizin, Urban & Vogel (2014) DOI: 10.1007/s15006-014-0043-4

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Praxis für Integrale Prävention im Therapeium Berlin

Privatpraxis für ganzheitliche Nervenheilkunde im Therapeium Berlin

Foto: wrangler, Fotolia.com

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