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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

17.08.12 Themengebiete: Autoimmunerkrankungen

Kann ein Wurmparasit vor Autoimmunerkrankungen schützen?

Larven des Parasiten NippostrongylusAllergien und Autoimmunerkrankungen entstehen durch eine viagra canada Fehlregulation des Immunsystems. Forschern ist es gelungen, mit Wurmparasiten die relevanten Immunzellen umzuprogrammieren.

Allergien, Multiple Sklerose, Diabetes mellitus Typ1 – bei vielen Krankheiten spielen Autoimmunreaktionen eine Rolle. Der Körper richtet seine Abwehrzellen gegen sich selbst, und es kommt zu überschießenden Entzündungsreaktionen. Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg haben nun einen neuen Ansatz gefunden, wie Autoimmunreaktionen gehemmt werden können. Der ungewöhnliche Helfer ist ein Wurmparasit. Die Larven des Wurms Nippostrongylus brasiliens können offensichtlich vor überschießenden Reaktionen des Immunsystems schützen.

Ausgangspunkt der Experimente war die Tatsache, dass in Ländern mit niedrigeren Hygienestandards Autoimmunerkrankungen seltener vorkommen. „Eine Hypothese besagt, dass eine Infektion mit Wurmparasiten, die in diesen Ländern häufig vorkommen, vor ungewollten Reaktionen des Immunsystems wie Allergie und Autoimmunität schützen kann“, so der Studienleiter Professor David Vöhringer. Den Forschern ist es nun gelungen zu zeigen, dass bei Mäusen, die mit dem Parasiten infiziert wurden, die für Autoimmunreaktionen verantwortlichen Th1- und Th17-Zellen zu Th2-Zellen umprogrammiert werden können. Th2-Zellen wiederum haben einen hemmenden Einfluss auf die durch die Th1- und Th17-Zellen vermittelten Immunreaktionen.

Umprogrammierung von T-Zellen schützt den Körper

Die T-Helferzellen spielen eine entscheidende Rolle bei der Immunabwehr. Sie schützen uns normalerweise vor in den Körper eindringenden Krankheitserregern. Unter anderem aktivieren sie Fresszellen, die Bakterien und Viren bekämpfen. Doch bestimmte T-Helferzellen können sich auch gegen den eigenen Körper richten und dort starke Entzündungsreaktionen auslösen. Vor allem Helferzellen des Typs Th1 und Th17 sind an Autoimmunprozessen beteiligt. Indem der Wurmparasit diese Zellen zu Th-2-Zellen umprogrammieren kann, hat er einen positiven Effekt auf unser Immunsystem.

In den USA ist bereits eine Therapie zugelassen, die auf einem ähnlichen Wirkprinzip beruht. Dabei wird der bei Schweinen auftretende Fadenwurm Trichuris suis gegen chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa eingesetzt. Durch die Therapie gehen die entzündlichen Vorgänge zurück. Eine genaue Erklärung gibt es dafür bisher nicht, aber möglicherweise findet auch hier eine Umprogrammierung von T-Zellen statt. Das Team von Prof. Vöhringer will nun herausfinden, welche Komponenten der Würmer das Immunsystem beeinflussen, um diese Erkenntnisse dann für therapeutische Zwecke nutzen zu können.

Quelle:

Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, 24.01.2012

Weitere Links:

Praxis für Integrale Heilkunst im Therapeium

Foto: Prof. Dr. David Vöhringer

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