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Der Therapeium-Blog

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31.08.16 Themengebiete: Ernährung, Stress

Kann Ernährung den Stresshormonspiegel bei Kindern beeinflussen?

Eine mineralstoffarme Ernährung kann bei Kindern zu einer erhöhten Produktion des Stresshormons Cortisol führen. Grund dafür ist vermutlich die ernährungsbedingte Säurebelastung.

Ob bestimmte Lebensmittel Stress direkt reduzieren können, konnte bisher wissenschaftlich nicht klar belegt werden; dafür ist das Stressgeschehen zu vielschichtig und zu individuell. Dennoch weiß man schon lange, dass eine ausgewogene Ernährung stressbedingte Defizite an Mineralstoffen und Vitaminen ausgleichen, die Stressresistenz fördern und die Stimmung verbessern kann.

Offenbar gilt dies besonders für Kinder: Eine Studie von Wissenschaftlern der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der Universität Bonn hat herausgefunden, dass eine mineralstoffarme Ernährung bei Kindern zu einem erhöhten Stresshormonspiegel führen kann. Der Grund für die gesteigerte Produktion des Stresshormons Cortisol ist offenbar die ernährungsbedingte Säurebelastung.

Mehr Cortisol bei Übersäuerung

An der Studie hatten 200 gesunde Kinder teilgenommen, die ohne Vorgaben zu ihrer Ernährung jeweils über 24 Stunden ihren Urin gesammelt hatten. In den Urinproben von 100 dieser Kinder hatten die Wissenschaftler vor Beginn der Hormonmessungen eine niedrige Säureausscheidung über die Nieren gemessen (Net Acid Excretion, NAE), in den anderen 100 Urinproben eine hohe NAE. Die NAE gilt als ein verlässlicher Biomarker zur Beurteilung der Nettosäurebelastung des Gesamtorganismus.

Bei den Kindern mit hoher NAE fanden die Forscherinnen und Forscher – nach Ausschluss aller Störeinflüsse wie unterschiedlicher Urinmenge oder Eiweißzufuhr – nicht nur eine höhere Sekretion des Stresshormons Cortisol. Es war auch die Ausscheidung an spezifischen zellulären Cortisol-Umbauprodukten, etwa des 6-beta-Hydroxycortisols oder des Cortisons, gegenüber den Kindern der Niedrig-NAE-Gruppe signifikant erhöht.

In der Folge soll nun gezielt das Hormonsystem von gesunden Kindern analysiert werden, die spezifisch danach ausgewählt wurden, ob sie besonders reichlich Obst und Gemüse verzehrten oder nur sehr wenig. Denn nach Auffassung der Forscher sind Obst und Gemüse diejenigen Lebensmittel, die vor allem aufgrund ihres Kalium- und Magnesiumgehaltes in besonders günstiger Weise die täglich im Stoffwechsel entstehende Säurebelastung neutralisieren.

Ausgewogene Ernährung kann Stressfolgen reduzieren

Viele Menschen neigen dazu, besonders in Stressphasen weniger auf ihre Ernährung zu achten und viele Süßigkeiten, Fast Food, Kaffee oder Alkohol zu sich zu nehmen. Das entspannt zwar kurzfristig, doch auf Dauer führt dieses Essverhalten zum nächsten Stress. Eine ausgewogene Ernährung hingegen reduziert die gesundheitlichen Folgen von chronischen Belastungen.

Nach Expertenmeinung heben Kohlenhydrate aus Vollkorn-Getreide, Kartoffeln, Gemüse und Hülsenfrüchten die Stimmung nach einer akuten Stresssituation. Am besten wirken sie in Kombination mit etwas Eiweiß. Daher sind beispielsweise Kartoffeln mit Ei oder Quark gute Stresskiller. Sehr fettiges Essen hingegen erhöht den Stress. Die Vitamine A, C und E wiederum stärken das Immunsystem und puffern Stressfolgen ab. Vor allem der Mineralstoff Magnesium gilt als Stresskiller. Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Cashewnüsse, Mandeln, weiße Bohnen und manche Mineralwässer sind reich an Magnesium.

Quelle:

Kidney International, Mai 2016

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