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Der Therapeium-Blog

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23.11.16 Themengebiete: Diabetes, Ernährung

Kann Kapuzinerkresse den Zuckerstoffwechsel positiv beeinflussen?

In der Naturheilkunde werden die gesundheitsfördernden Wirkungen der Kapuzinerkresse seit langem geschätzt. Nun hat eine Studie gezeigt, dass die darin enthaltenen Senföle antidiabetisch wirken und Enzyme des Entgiftungsstoffwechsels aktivieren.

Die antibakteriellen Eigenschaften von Senfölverbindungen, wie sie beispielsweise in Meerrettich, Senf, Brokkoli und der Großen Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) vorkommen, sind seit langem bekannt. Seit einiger Zeit gibt es nun auch Hinweise, dass die bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffe eine antidiabetische Wirkung haben. So zeigen neuere klinische Studien, dass senfölhaltige Extrakte aus Brokkoli-Sprossen nicht nur die Cholesterin- und Entzündungsmarker-Werte von Patienten mit Typ-2-Diabetes günstig beeinflussen, sondern auch deren Zuckerstoffwechsel. Ebenso hatten in anderen Studien Meerrettich-Extrakte positive Effekte auf die Wirkung des Botenstoffs Insulin.

Senföle verringern Zuckerneubildung

Um den zellulären und molekularen Mechanismen dieser antidiabetischen Wirkung genauer auf den Grund zu gehen, haben die Wissenschaftler Valentina Guzmàn-Pérez, Christiane Bumke-Vogt sowie Andreas Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung und Monika Schreiner vom Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau nun die Stoffwechseleffekte von Senföl aus Kapuzinerkresse mit Hilfe von Testzellen untersucht. Hierzu gaben die Wissenschaftler unterschiedliche Konzentrationen einer aus Kapuzinerkresse isolierten Senfölverbindung (aromatisches Benzylglucosinolat) in das Nährmedium der Testzellen und fügten gleichzeitig das pflanzliche Enzym Myrosinase hinzu, das die Verbindung in das Senföl Benzylisothiocyanat überführt. Wie die Forscher beobachteten, modulierte das im Zellkulturmedium freigesetzte Senföl dosisabhängig die intrazellulären Signalwege des Botenstoffs Insulin. Ebenso verringerte es in den untersuchten menschlichen Leberzellen die Produktion von Enzymen, die für die Zuckerneubildung notwendig sind. „Hieraus schließen wir, dass Senföl auch in der Leber die Zuckersynthese vermindert“, so Studienautorin Guzmàn-Pérez. „Dies ist ein sehr wichtiges Ergebnis, da hinsichtlich einer Diabeteserkrankung eine überschießende, körpereigene Zuckerproduktion zu erhöhten Blutzuckerspiegeln führen kann.“

Entgiftungsmechanismen werden aktiviert

„Unsere Resultate könnten zudem die positiven Ergebnisse der klinischen Studien erklären, welche die Wirkung von Brokkoli- oder Meerrettich-Extrakt auf den menschlichen Zuckerstoffwechsel untersuchten“, so Guzmàn-Pérez weiter. Die Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass das Senföl auch Schutzmechanismen gegen oxidativen Stress aktiviert, indem es die Produktion von Enzymen des zellulären Entgiftungsstoffwechsels stimuliert.

Zwar sei es noch zu früh zu sagen, inwieweit der Verzehr von Kapuzinerkresse dazu beitragen kann, den Zuckerstoffwechsel von Menschen mit Typ-2-Diabetes zu verbessern oder der Erkrankung vorzubeugen, so die Forscher. Dennoch hoffen sie, dass ihre Ergebnisse dazu beitragen, die molekularen Mechanismen besser zu verstehen, die den potentiell antidiabetogenen Effekten von Senfölen zu Grunde liegen, und in der Folge eventuell neue Diabetes-Medikamente zu entwickeln.

Quelle:

PloS One 2016

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