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Der Therapeium-Blog

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13.08.14 Themengebiete: Ernährung, Herz-Kreislauf

Kann Koffein Vorhofflimmern auslösen?

Viele Menschen glauben, dass Koffein Herzrhythmusstörungen wie beispielsweise Vorhofflimmern auslösen kann. Doch eine Studie zeigt, dass sogar das Gegenteil der Fall sein könnte.

Wenn empfindliche Menschen zu viel Koffein zu sich nehmen, spüren sie manchmal Herzklopfen, und vorrübergehend können sich ihr Blutdruck und Puls erhöhen. Das ist wohl der Grund für die verbreitete Meinung, Kaffee könnte schlecht für das Herz sein und unter anderem Vorhofflimmern auslösen. Um den Zusammenhang zwischen Koffein und Herzrhythmusstörungen zu klären, wurden schon viele Studien durchgeführt. Nun haben Forscher eine neue Meta-Analyse veröffentlicht, in der die Daten von insgesamt 228.465 Personen eingegangen sind.

In den analysierten Studien wurden neben dem Kaffee-Konsum zum Teil auch die aufgenommenen Mengen an Tee, Cola, Kakao und Schokolade berechnet. Die Grenze zwischen niedriger und hoher Koffeinaufnahme wurde bei 500 Milligramm pro Tag gezogen. Das entspricht fünf bis zehn Tassen Kaffee. Die Beobachtungsdauer betrug zwischen vier und 25 Jahre. Bei knapp zwei Prozent aller Teilnehmer gab es Hinweise auf ein bestehendes Vorhofflimmern.

Koffein reduziert Risiko für Herzrhythmusstörungen

Es zeigte sich, dass Koffein das Risiko für Vorhofflimmern nicht erhöhte – im Gegenteil. Koffein konnte bei einer niedrigen Zufuhr die Wahrscheinlichkeit für Vorhofflimmern um 11 Prozent verringern, bei hoher Zufuhrt sogar um 16 Prozent. Das Risiko sank um sechs Prozent mit jeden 300 mg Koffein, die der Patient am Tag zu sich nahm.

Koffein scheint also nicht nur keine negative, sondern sogar eine gewisse protektive Wirkung auf Vorhofflimmern zu haben. Die Idee, deshalb präventiv möglichst viel Kaffee zu sich zu nehmen, ist jedoch nicht sinnvoll. Zum einen können die in die Meta-Analyse eingegangenen prospektiven Studien nichts Genaues über den Kausalzusammenhang zwischen Koffein und Vorhofflimmern aussagen. Zum anderen wurden beispielsweise bei Jugendlichen durchaus Herzprobleme nach exzessivem Konsum von koffeinhaltigen Energydrinks festgestellt. Aber auch der Rat, bei Vorhofflimmern auf Kaffee zu verzichten, scheint nach dem Ergebnis der Analyse nicht mehr angezeigt.

Warum Kaffee das Risiko für Herzrhythmusstörungen senkt, wissen die Experten noch nicht. In der Leber sorgt Koffein dafür, dass weniger Bindegewebe abgelagert wird. Da die vermehrte Ablagerung von Bindegewebe im Herz (Fibrose) eine der Hauptursachen für Herzrhythmusstörungen ist, vermuten die Forscher, dass es hier einen ähnlichen Mechanismus geben könnte.

Quellen:

Canadian Journal of Cardiology, 2014

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