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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

04.01.17 Themengebiete: Meditation, Psychische Erkrankungen

Kann man Dankbarkeit trainieren?

Gesündere Ernährung, weniger Alkohol, mehr Bewegung – das sind die Klassiker der guten Vorsätze zum neuen Jahr. Doch etwas ganz anderes könnte unserem Leben eine positive Wendung geben: einfach mal öfter „Danke“ zu sagen. Und das kann man trainieren.

Wer öfter „Danke“ sagt, hat mehr vom Leben. Doch offenbar fällt das vielen Menschen schwer. Viel zu oft ist unsere Wahrnehmung auf das Unangenehme, Ärgerliche gerichtet. Doch Dankbarkeit kann man trainieren, und dazu wurde vom GET.ON-Institut nun sogar ein Online Dankbarkeitstraining entwickelt.

Dankbarkeit macht glücklich

Negatives Denken und Grübeln spielen eine große Rolle bei der Entstehung psychischer Erkrankungen wie Depressionen oder Angsterkrankungen. Besonders gefährdet sind Personen, die sich oft Sorgen über die Zukunft machen, viel über Vergangenes nachgrübeln und mit der Aufmerksamkeit häufig an Unerfreulichem hängenbleiben. Eine Möglichkeit, diese Spirale negativen Denkens zu durchbrechen, ist es, sich öfter mal bewusst zu werden, wofür wir dankbar sein können. Das regelmäßige Durchführen von Dankbarkeitsübungen kann nachweislich dazu beitragen, die psychische Widerstandskraft zu stärken und zu mehr emotionalem Wohlbefinden zu führen.

Das Problem: Das, was uns ärgert oder Sorgen macht, nehmen wir meist stärker wahr als das Positive. Und das ist zunächst auch ganz normal, weil es uns theoretisch vor Gefahren schützt. Doch gleichzeitig begegnen uns täglich viele positive Dinge, für die wir dankbar sein können – und seien sie scheinbar noch so geringfügig. Ein freundliches Wort von einem Fremden, das Gezwitscher von Vögeln im Frühling, ein guter Kaffee oder die eigene Gesundheit – wer diese Dinge bewusst wahrnimmt und sich an ihnen erfreut, hat mehr Chancen, zufrieden durchs Leben zu gehen.

Eine App hilft, dankbarer zu werden

Um die Fähigkeit zur Dankbarkeit zu stärken, haben Wissenschaftler ein Online-Dankbarkeitstraining entwickelt, das von den Teilnehmern in wöchentlichen Einheiten am Computer absolviert und gleichzeitig von einem Coach begleitet wird. Das Training besteht aus fünf Einheiten, die jeweils etwa 45 bis 60 Minuten dauern. Unterstützt wird das Programm von einer App für das Smartphone. Sie dient als eine Art Tagebuch, in der möglichst täglich positive Erlebnisse des Tages notiert werden sollen – zum Beispiel in Form von Fotos. Am Abend gibt es dann eine kleine, mehrminütige Präsentation der gesammelten Glücksmomente. Diese App unterstützt und vertieft das wöchentliche Training.

Die Entwickler gehen davon aus, dass das Dankbarkeitstraining tatsächlich dazu beitragen kann, die eigene Wahrnehmung zu schärfen und bewusst auf die positiven Erlebnisse zu fokussieren. Und eins scheint dabei deutlich zu werden: Eine positive Wirkung entfaltet Dankbarkeit vor allem dann, wenn wir sie auch zum Ausdruck bringen.

Quellen:

GET.ON Gesundheitstraining

Allgemeine Zeitung, 19.01.2016

Weitere Links:

Privatpraxis für Integrale Heilkunst im Therapeium Berlin

Foto: © Janina Dierks – Fotolia.com

 

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