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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

04.12.13 Themengebiete: Herz-Kreislauf, Neurologische Erkrankungen, Sport

Kann man dem Schlaganfall davonlaufen?

Zahlreiche Studien haben bereits gezeigt, dass regelmäßige Bewegung vor Herzinfarkt, Schlaganfall und Demenz schützen kann – besonders bei älteren Menschen. Nun hat eine britische Studie untersucht, wie viel und welche Art von körperlicher Aktivität am meisten nützt.

Die Forscher wollten wissen, in welchem Maße körperliche Aktivität gerade im Alter das Schlaganfallrisiko senken kann. Dabei fanden sie heraus, dass es offenbar weniger auf die Geschwindigkeit, sondern mehr auf die Dauer der Bewegung ankommt. So konnten in der aktuellen Studie ein bis zwei Stunden täglich zu Fuß das Schlaganfallrisiko bei älteren Menschen um fast ein Drittel senken.

Das Wissenschaftler-Team vom University College in London untersuchte über einen Zeitraum von elf Jahren 3500 Probanden, die zu Beginn der Studie zwischen 60 und 80 Jahre alt waren und bis dahin keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten. Die Teilnehmer mussten angeben, wie viele Stunden sie pro Woche zu Fuß gingen, wie schnell sie liefen und welche Strecken sie dabei zurücklegten. Auch andere Arten von Bewegungen wurden im Fragebogen erfasst. Aus diesen Daten errechneten die Forscher die Gesamtaktivität der Probanden.

In den folgenden elf Jahren traten bei den Studienteilnehmern insgesamt 195 Schlaganfälle auf. Damit lag das Gesamtrisiko, einen Schlaganfall zu erleiden, bei 6,7 Prozent. Bei denjenigen, die sich so gut wie gar nicht bewegten, war es mit 7,9 Prozent leicht erhöht, bei den körperlich Aktiven mit 5,6 Prozent etwas niedriger. Wurden jedoch andere Faktoren wie Alter oder kardiovaskuläre Risikofaktoren herausgerechnet, war der Unterschied zwischen den Gruppen kaum noch signifikant.

Dauer der Bewegung entscheidend für Schlaganfallrisiko

Doch bei diesem eher enttäuschenden Ergebnis blieb es nicht. Denn als sich die Wissenschaftler nur die Dauer anschauten, die ein Proband zu Fuß unterwegs war, ergaben sich hochsignifikante Unterschiede, selbst wenn andere Risikofaktoren herausgerechnet wurden. Denn die aktiven Studienteilnehmer, die über 22 Stunden pro Woche zu Fuß gingen, hatten ein um 65 Prozent niedrigeres Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, als diejenigen, die höchstens drei Stunden pro Woche liefen. Dabei war der Effekt dosisabhängig. Je länger die Probanden zu Fuß unterwegs waren, desto niedriger war ihr Risiko für einen Schlaganfall. Aber auch schon bei einer halben bis einer Stunde Gehen pro Tag war die Schlaganfallrate um 11 Prozent reduziert. Ganze 30 Prozent waren es, wenn die Teilnehmer ein bis zwei Stunden am Tag ihre Beine benutzten.

Wer zudem noch sein Tempo erhöhte, konnte sein Schlaganfallrisiko noch weiter reduzieren, allerdings waren die Unterschiede hier nicht mehr so groß. Die Forscher vermuten, dass Menschen, die viel zu Fuß unterwegs sind, auch sonst einen gesünderen und aktiven Lebensstil haben als andere. Vermutlich trägt also ein insgesamt aktives Leben dazu bei, das Schlaganfallrisiko zu reduzieren.

Quelle:

Stroke, 14.11.2013

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