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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

07.09.12 Themengebiete: Entspannung, Krebs, Yoga

Kann Qigong die Lebensqualität von Krebspatienten verbessern?

Ob Qigong die Lebensqualität von Krebspatienten verbessern kann, hat eine aktuelle Studie untersucht. Die Ergebnisse sind ermutigend.

Immer mehr Menschen überleben eine Tumorerkrankung. Doch Behandlungen und Krankheit hinterlassen häufig ihre Spuren und können auch auf Dauer die Lebensqualität der Betroffenen einschränken. Qigong kann sowohl während der Therapie als auch in der Zeit danach für eine Steigerung der Lebensqualität sorgen. Dies berichten jedenfalls viele Krebspatienten, die Erfahrungen mit Qigong gemacht haben. Eine Studie hat nun systematisch die Wirkungen von Qigong auf die Lebensqualität von Krebspatienten untersucht.

„Qi“ steht im Chinesischen für Lebensenergie, „gong“ für „Arbeit“ oder „Können“. Qigong könnte man also als „Arbeit am Qi“ übersetzen. Qigong vereint Bewegungs-, Atem-, Konzentrations- und Meditationsübungen. Die bewusste Wahrnehmung während der Übungen soll auch zu einer größeren Bewusstheit im Alltagsleben führen. Zahlreiche Studien haben die positive Wirkung von Qigong auf Atem-, Nerven-, Verdauungs-, Kreislauf- und Sekretionssystem bestätigt.

An der Studie von Dr. Caroline Schmauser nahmen 66 Patienten von unter 40 bis über 80 Jahren teil. 74 Prozent der Patienten hatten Brustkrebs, die übrigen verschiedene andere Krebserkrankungen. Drei Viertel der Teilnehmer befanden sich aktuell in einer Krebstherapie, die anderen in der Nachsorge. Alle Patienten nahmen über zehn Wochen lang an einem wöchentlichen Qigong-Unterricht von 90 Minuten teil. Zudem verpflichteten sie sich, an mindestens fünf Tagen pro Woche die Übungen selbständig für weitere 30 Minuten durchzuführen. In der ersten, fünften und zehnten Kursstunde füllten die Teilnehmer Fragebögen zur Erfassung ihrer Lebensqualität aus.

Lebensqualität verbesserte sich um 60 Prozent

Es zeigte sich, dass sich im Verlauf der Zeit die Lebensqualität der Patienten in fast allen befragten Teilbereichen signifikant verbesserte. Die stärkste Wirkung zeigte sich bei der emotionalen Funktion. Mit 99,7 Prozent hatte sich ihr Wert nach zehn Wochen fast verdoppelt. Möglicherweise trug hier auch die Einbindung in eine Gruppe bei, was besonders für allein lebende oder ältere Teilnehmer einen wichtigen sozialen Aspekt bedeutet. Allerdings wird dem Qigong generell eine Stärkung und Stabilisierung der psychischen Funktionen zugeschrieben, was die Studie somit bestätigen konnte. Auch die kognitive Funktion wies mit 51,2 Prozent eine erstaunliche Steigerung auf. Weitere signifikante Verbesserungen gab es bei den Symptomen Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit und verschiedenen anderen.

Insgesamt stieg die Lebensqualität der Patienten um über 60 Prozent an. Die positiven Wirkungen zeigten sich dabei sowohl bei den Nachsorgepatienten als auch bei denen, die sich aktuell noch in einer Therapie befanden. Auch ergaben sich keine Unterschiede zwischen den Patienten, die erst vor wenigen Monaten ihre Diagnose erhalten hatten, und denjenigen, bei denen schon mehrere Jahre vergangen waren. Qigong zeigte somit positive Effekte in jeder Phase einer Krebserkrankung.

Studienautorin Schmauser betont, dass Quigong neben der guten Wirksamkeit viele weitere Vorteile hat. Die Übungen sind flexibel einsetzbar und können an die augenblickliche gesundheitliche Befindlichkeit des Patienten angepasst werden. Das Training verursacht beim eigenständigen Üben keine Kosten, da man weder bestimmte Geräte noch eine spezielle Kleidung benötigt. Zudem kann Qigong jederzeit und an jedem Ort durchgeführt werden und ist daher leicht in dem modernen Alltag integrierbar.

Quelle:

Studie von Dr. Caroline Schmauser zum “Einfluss des Qigong auf die Lebensqualität onkologischer Patienten”

Weitere Links:

Praxis für Integrale Heilkunst im Therapeium

Praxis für Integrale Prävention, Ernährung und Entspannung

„Medizinisches Qigong – Prävention und Therapie“, Vortrag am 13. September 2012 um 19 Uhr in der Beletage des Therapeiums Berlin

„Medizinisches Qigong als Burnout-Prophylaxe für Ärzte und Therapeuten“, Workshop mit Dr. Caroline Schmauser am 16. u. 17. November 2012 im Therapeium Berlin

Foto: shorty_k – Fotolia.com

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