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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

25.04.19 Themengebiete: Stress

Kann Stress unser Erbgut verändern?

Stress ist schädlich für unsere psychische und physische Gesundheit – das wissen wir. Doch: Starker und andauernder Stress kann sich auch auf unser Erbgut auswirken und damit an nachfolgende Generationen weitergegeben werden.

Epigenetische Mechanismen nehmen eine wichtige Rolle bei der Steuerung unseres Erbguts ein, indem sie Gene ein- oder ausschalten. Verändert werden kann die Aktivität der Gene durch Umwelteinflüsse wie Ernährung, Krankheit oder Lebensstil. Diese Veränderungen können dauerhaft sein und sogar vererbt werden.

Auch andauernder Stress bzw. psychische Traumata können zu epigenetischen Veränderungen führen. Das ist unter anderem der Grund dafür, dass die negativen Folgen eines Traumas noch bei den Kindern der Betroffenen auftreten können, selbst wenn diese kein Trauma erlebt haben. Lange Zeit vermutete man, dass dies nur aufgrund der psychischen Veränderungen geschieht, die sich auf die Kinder übertragen. Heute weiß man jedoch: Es gibt auch eine biologische Komponente, nämlich die epigenetische Vererbung.

Stress verändert DNA-Methylierung

Die Epigenetik zeigt aber noch mehr, z.B. dass chronischer Stress zu Veränderungen an der Erbsubstanz führt, die eine schnellere Alterung bewirken. Dies hängt mit der DNA-Methylierung zusammen. Dabei handelt es sich um einen natürlichen epigenetischen Prozess, bei dem eine Methylgruppe an eine der vier DNA-Basen angehängt wird. Dies wiederum bestimmt unter anderen über die Aktivität bestimmter Gene.

Wichtige Stressmoleküle sind Glukokortikoide. Sie binden an den Stresshormon-Rezeptor und können dann ihre Wirkung entfalten. Der Rezeptor wiederum ruft bei anhaltendem Einfluss durch die Stresshormone Veränderungen in der DNA-Methylierung hervor. Dies kann eine langanhaltende ‚epigenetische Reprogrammierung‘ zur Folge haben. Studien dazu konnten zeigen, dass diese durch anhaltenden Stress bedingte Reprogrammierung an genau den Stellen im Erbgut stattfindet, die auch mit Alterungsprozessen in Verbindung gebracht werden.

Epigenetische Veränderungen können rückgängig gemacht werden

Eine gute Nachricht ist, dass diese durch Stress bedingten Veränderungen wieder rückgängig gemacht werden können, und zwar durch positive Erfahrungen. So zeigen Untersuchungen, dass Traumaspuren im Erbgut getilgt werden können. In Tierversuchen konnte eine positive und anregende Umgebung dazu beitragen, dass die Modifikationen und mit ihnen die stressbedingten Verhaltensänderungen verschwinden. Inwieweit diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, ist jedoch noch unklar.

Quellen:

idw 2018

Neuropsychopharmacology. June 9, 2016

Genome Biology 2015

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