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Der Therapeium-Blog

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28.09.16 Themengebiete: Autoimmunerkrankungen, Nahrungsergänzungsmittel, Neurologische Erkrankungen

Kann Vitamin D Multiple Sklerose positiv beeinflussen?

Immer wieder gibt es Berichte, die auf einen Zusammenhang zwischen Multipler Sklerose (MS) und Vitamin-D-Mangel hinweisen. Eine neue Studie hat nun die Auswirkungen hochdosierter Vitamin-D-Gaben auf die Immunzellpopulation bei MS untersucht.

Schon seit Längerem ist aus epidemiologischen Untersuchungen ein Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und einem erhöhten Risiko für Multiple Sklerose (MS) bekannt. Darauf weist auch die Tatsache hin, dass Menschen, die wenig Sonne bekommen, wie Nordeuropäer, Nordamerikaner oder Kanadier, deutlich häufiger an MS erkranken als Menschen, die in Äquatornähe leben. Genetische Ursachen scheinen dabei weniger eine Rolle zu spielen, denn wer im frühen Kindesalter in eine sonnigere Region umzieht, passt sein MS-Risiko dem der neuen Umgebung an. Dennoch konnte eine direkte Kausalität zwischen MS und Vitamin-D-Mangel bisher nicht bewiesen werden.

Nun haben Forscher um Peter A. Calabresi von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore, Maryland, untersucht, wie sich eine Hochdosistherapie mit Vitamin D (Cholecalciferol) auf die Immunzellpopulation von Patienten mit MS auswirkt. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachblatt Neurology veröffentlicht.

Hohe Dosen Vitamin reduzieren T-Zell-Population

Für die Studie wurden 40 Patienten mit schubförmiger MS nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen geteilt und über einen Zeitraum von sechs Monaten entweder mit 10.400 IU oder mit 800 IU Vitamin D behandelt. Die meisten dieser Patienten erhielten zusätzlich verschiedene Basistherapeutika. Wie sich zeigte, reduzierte sich bei den Patienten aus der Hochdosisgruppe die Anzahl der Interleukin 17+-CD4+-T-Zellen, der CD-161+-CD4+-T-Zellen und der Effektor-Gedächtnis-T-Zellen, während der Anteil der zentralen Gedächtnis- sowie naiven CD4+-T-Zellen leicht anstieg. In der Niedrigdosisgruppe zeigten sich keine signifikanten Veränderungen. Die Autoren schließen daraus, dass Vitamin D antientzündliche Eigenschaften aufweist und bei MS-Patienten die Anzahl bestimmter Killerzellen verringern kann. Zudem zeigte die Untersuchung, dass die hohen Vitamin-D-Dosen meistens gut vertragen wurden.

In einem Kommentar zur Studie erklärt Dr. De-Hyung Lee von der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen allerdings, dass die Bedeutung dieser Ergebnisse für die klinische Anwendung bislang noch unklar sei, da noch nicht bewiesen sei, ob hohe Vitamin-D-Gaben auch den Verlauf der MS-Erkrankung wesentlich beeinflussen. Dennoch könne die Studie Ausgangspunkt für weitergehende Untersuchungen sein, die sich verstärkt mit den immunmodulierenden Eigenschaften von Vitamin D bei MS-Patienten befassen.

Quelle:

American Academy of Neurology 2016

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