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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

07.05.12 Themengebiete: Herz-Kreislauf, Meditation, Yoga

Kann Yoga die Häufigkeit von Vorhofflimmern verringern?

Regelmäßige Yoga-Übungen können offenbar die Häufigkeit des Auftretens von Vorhofflimmern verringern. Darauf weist eine kleine Studie amerikanischer Wissenschaftler hin.

An der Studie des Kardiologen Dr. Dhanunjaya Lakkireddy aus Kansas City nahmen 49 Patienten teil, die an paroxysmalem Vorhofflimmern litten. Sie wurden aufgefordert, sich zunächst drei Monate lang mehr zu bewegen und dabei einer Aktivität nachzugehen, die ihnen Spaß machte. Danach nahmen die Patienten dreimal pro Woche an einem Yoga-Programm teil, das auch Atem- und Entspannungsübungen sowie einen Meditationsteil enthielt. Die Übungen sollten auch zu Hause täglich durchgeführt werden. Während der Studie wurden durch einen Monitor, den die Probanden bei sich trugen, ihre Herzfunktionen überprüft.

Es zeigte sich, dass in der Zeit, in der die Patienten an dem Yogatraining teilnahmen, die Häufigkeit von Episoden mit Vorhofflimmern um fast 50 Prozent reduziert werden konnte. 22 Prozent der Betroffenen hatten sogar gar keine Episoden mehr. Gleichzeitig verbesserte sich die gefühlte Lebensqualität der Patienten, und ihre Angst- und Depressionssymptomatik reduzierte sich. Allerdings zeigten sich diese Effekte nur bei regelmäßigem Training und verschwanden, sobald die Übungen wieder abgesetzt wurden. „Es sieht so aus, als würde Yoga die Trigger, die Vorhofflimmern verursachen, abschwächen“, kommentierte Lakkireddy die Ergebnisse. „Wir brauchen jedoch weitere Studien, um die Mechanismen genauer zu verstehen“.

Yoga reduziert Stress

Lakkireddy vermutet, dass Yoga bestimmte Entzündungsreaktionen im Körper reduzieren kann, was sich positiv auf die Herzfunktionen auswirken kann. Zudem ist bekannt, dass es Blutdruck, Cholesterinspiegel und Stress günstig beeinflusst, was wiederum die Gefahr von gefährlichen Gefäßveränderungen verringern kann. Der Wissenschaftler räumt allerdings ein, dass eine Studie mit 49 Patienten noch nicht für definitive Aussagen ausreicht. Yoga sei daher auf keinen Fall als Ersatz für eine medikamentöse Therapie anzusehen. „Wir sagen nicht, dass Yoga gegen alles hilft und empfehlen unseren Patienten selbstverständlich, ihre Medikamente weiter einzunehmen. Wir konnten jedoch einige beeindruckende Effekte zeigen.“

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung. In Deutschland sind etwa 300.000 Menschen davon betroffen. Vorhofflimmern ist im Gegensatz zu Kammerflimmern selbst nicht lebensbedrohlich, kann aber unter anderem die Gefahr einer Thromboembolie und damit beispielsweise das Schlaganfallrisiko erhöhen. Zudem wird es häufig von unangenehmen Beschwerden wie Müdigkeit, Erschöpfung, Herzrasen oder Schlafstörungen begleitet. Die übliche Therapie erfolgt über die Gabe von Medikamenten.

Quellen:

Ärztezeitung, 07.04.2011

Kardiologen im Netz, 02.06.2011

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Praxis für Integrale Heilkunst im Therapeium

Foto: detailblick/fotolia.com

 

 

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