loading

Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

07.06.12 Themengebiete: Diabetes, Herz-Kreislauf, Zahngesundheit

Kann Zahnpflege die Gesundheit des ganzen Körpers beeinflussen?

Eine mangelnde Zahnpflege kann nicht nur Zähne und Zahnhalteapparat bedrohen, sondern auch eine Gefahr für den gesamten Körper darstellen. Studien weisen darauf hin, dass eine Parodontitis an der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes beteiligt sein kann.

Die Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates. Sie wird durch bakterielle Plaque (Zahnbelag) ausgelöst und ist bei Erwachsenen die häufigste Ursache von Zahnverlust. Neben genetischen Risikofaktoren, Beeinträchtigungen des Immunsystems und Rauchen ist mangelnde Zahnpflege einer der Hauptrisikofaktoren.

In vielen Studien der vergangenen Jahre wurde gezeigt, dass eine Parodontitis häufig gemeinsam mit anderen Krankheiten wie Diabetes mellitus und koronaren Herzerkrankungen auftritt. Die genauen Zusammenhänge sind zwar noch nicht geklärt, doch man vermutet, dass die Bakterien, die aus der entzündeten Mundregion in die Blutbahn dringen, zur Entstehung dieser Krankheiten beitragen können. Einige Wissenschaftler wenden allerdings ein, dass dies noch kein Beweis für eine kausale Verbindung sei. Sie weisen darauf hin, dass zum Beispiel Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ähnliche Risikofaktoren haben und möglicherweise deswegen gehäuft zusammen auftreten.

Auf der anderen Seite werden immer mehr Hinweise dafür gefunden, dass koronare Herzerkrankungen und Diabetes tatsächlich durch Parodontitis-Bakterien mitverursacht werden können. So wurden bestimmte, für die Entwicklung der Parodontitis verantwortliche Bakterien auch in den Ablagerungen der Arterien gefunden. Zudem erhöht die Parodontitis bestimmte Entzündungsfaktoren, die wiederum an der Entstehung der Atherosklerose und damit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beteiligt sind. Bei Diabetes ist die Verbindung zur Parodontitis noch besser belegt. Die chronische Entzündung im Mundraum erhöht die Insulinresistenz der Zellen und erschwert die Einstellung des Blutzuckers. Sie kann dadurch einen bestehenden Diabetes verschlechtern. Umgekehrt ist das Risiko für die Entstehung einer Parodontitis durch Diabetes um mehr als das Dreifache erhöht, da der überschüssige Zucker im Blut Entzündungen fördert und die Heilung hemmt.

Grundregeln der Zahnpflege

Seit vielen Jahren weiß man auch, dass es einen Zusammenhang zwischen Zahnfleischerkrankungen und dem erhöhten Risiko von Frühgeburten gibt. Einige Studien besagen, dass das Risiko einer Frühgeburt oder eines untergewichtigen Neugeborenen bei Frauen mit einer Parodontitis siebenmal höher als normal ist. Andere Studien sehen keinen direkten Einfluss einer Parodontitis auf das Risiko einer Frühgeburt und vermuten auch hier eher gemeinsame Risikofaktoren. Um die genauen Zusammenhänge zu klären, sind daher noch weitere Studien notwendig.

Auch unabhängig von diesen Diskussionen sollten jedoch alle Menschen und insbesondere Diabetespatienten und Frauen mit Kinderwunsch die Grundlagen der Mundhygiene einhalten:

  • Mindestens zweimal tägliches Zähneputzen
  • Tägliche Verwendung von Zahnseide und/oder Interdentalbürsten
  • Regelmäßige (halbjährliche oder jährliche) zahnärztliche Kontrollen
  • Regelmäßige (möglichst halbjährliche) professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt
  • Vermeiden von Risikofaktoren wie Rauchen und übermäßigem Zuckergenuss

Zudem sollten Eltern ihre Kinder so früh wie möglich für das Thema Zahnpflege sensibilisieren. Erst kürzlich hat eine Studie der BARMER GEK ergeben, dass Eltern ihre Kinder zu selten zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung bringen. Demnach verpassen 70 Prozent der Kinder zwischen zweieinhalb und sechs Jahren die regelmäßige Prophylaxe beim Zahnarzt. Dabei wird der Grundstein für eine lebenslange gute Zahnhygiene meist in der Kindheit gelegt.

Quellen:

Ärzte-Zeitung, 15.11.2011

Springer Medizin, 01.05.2012

Springer Medizin, 31.10.2010

Ärzteblatt, 24.04.2012

Weitere Links:

Synodous – Zahnärzte im Therapeium

Vitalzwerge – Kinderzahnärzte im Therapeium

Praxis für Integrale Heilkunst im Therapeium

Foto: Bilderjet/fotolia.com

 

 

So erreichen Sie das Therapeium!



Adresse
Hohenzollernstr. 12 14163 Berlin-Zehlendorf
Telefon
Tel. 030 - 810 541 87 Fax: 030 - 810 541 88

Hier befindet sich das Therapeium.


Das Therapeium befindet sich in der Hohenzollernstrasse 12, liegt zentral in Zehlendorf-Mitte und ist bequem mit der S-Bahn von Berlin-Mitte innerhalb einer halben Stunde zu erreichen. Route anzeigen lassen.
Vom S-Bahnhof Zehlendorf laufen Sie ca. fünf Minuten zu uns. Parkplätze finden Sie direkt vor der Tür bzw. in der nächsten Seitenstraße!
Sie kommen mit dem Auto zu uns? Lassen Sie sich jetzt die Route berechnen oder die Anfahrt mit S-Bahn oder Bus anzeigen.
Webdesign: Sascha Zemke & Erasmus Schröder