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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

02.11.21 Themengebiete: Entspannung, Kulturheilkunde, Schlaf, Traumforschung

Klarträume erleben: Wie wir zu OneironautInnen werden können

Wenn wir träumen, dann finden wir uns in den verschiedensten Situationen wieder. Träumende berichten von bizarr zusammengewürfelten Szenen real erlebter Situationen, aber auch von sehr klaren, fast schon real anmutenden Traumerlebnissen. Als Träumende sind wir Teil unserer Traumszenen. Wir agieren so, als wären wir in der Realität unseres Wachbewusstseins und hätten nur eingeschränkten Einfluss auf die Inhalte unseres Traums. Doch stimmt das? Die Praxis des Klarträumens zeigt das Gegenteil. 

Die 29. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) veranstaltete in diesem Jahr ein Symposium über das Klarträumen. Klarträume sind vom Subjekt bewusst gestaltete Träume. Das heißt, der Träumende wird sich, während er träumt, darüber bewusst, dass er träumt und kann die Trauminhalte somit steuern. Die Erforschung des bewussten Träumens erfolgt im Zusammenhang mit der Erforschung des Gehirns sowie der Schlafphasen. Untersucht werden beispielsweise die Hirnaktivitäten während des Klarträumens oder das Zusammenspiel des Klarträumens mit den verschiedenen Schlafphasen. Hinzu kommen die Berichte erfahrener Klarträumender. Interessant ist, dass Forschende mit geübten Klarträumenden kommunizieren können. Dies geschieht beispielsweise anhand speziell vorher abgesprochener Links-Rechts-Bewegungen der Augen, so dass die Forschenden wissen, an welchem Zeitpunkt der Träumende bewusst zu träumen beginnt.

Geübte Klarträumende berichten von allerlei Dingen, die sie im Traum bewusst erleben – vom Fliegen, über amouröse Begegnungen bis hin zum Training bestimmter körperlicher Fähigkeiten. Auch wenn man sich dies als Laie nur schwer vorstellen kann, mit etwas Disziplin kann das Bewusstsein so trainiert werden, dass man Zugang zum Klarträumen bekommt. Dies läuft ähnlich ab, wie beim Schreiben eines Traumtagebuchs, bei dem der Träumende sich stetig vor dem Einschlafen vornimmt, nach jedem Traum aufzuwachen, um alles zu notieren. Beim Klarträumen geht es auch um das Angewöhnen bestimmter Verhaltensweisen, den sogenannten “Reality Checks”. Es sind kleine Übungen, die im Alltag mehrmals wiederholt werden. Ziel ist es, diese Übungen so lange durchzuführen, bis das eingeübte Verhalten auch automatisch im Traum wiederholt wird.

Beispiel eines Reality Checks: Schauen Sie auf Ihre Hände, zählen Sie Ihre Finger, schauen Sie kurz weg und dann betrachten Sie Ihre Hände erneut. Wenn Sie träumen, so verändern sich Ihre Finger, denn der Traum ist nicht so konstant wie die Realität. Wenn Sie dies nun automatisch im Traum wiederholen und sich die Finger zu verzerren beginnen oder Sie plötzlich mehr Finger zählen als üblich, dann erleben Sie den Moment, in dem Sie wissen, dass Sie träumen…

Viel Spaß!

 

Quellen:

Klarträume: Bewusstseinsforschung im Schlaf: https://idw-online.de/de/news777207

Bildnachweis:

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