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Der Therapeium-Blog

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08.07.15 Themengebiete: Ernährung, Herz-Kreislauf, Krebs

Können Nüsse das Leben verlängern?

Epidemiologische Studien bringen immer wieder den Verzehr von Nüssen mit einem verminderten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung. Nun konnten Wissenschaftler zeigen, dass schon wenige Gramm am Tag ausreichen, um das Leben zu verlängern.

Nüsse sind gesund, denn sie enthalten einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, hochwertigen Proteinen und Ballaststoffen, zudem Vitamine wie Folsäure, Niacin, und Vitamin E sowie verschiedene Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe. Untersuchungen zufolge haben Nüsse kardioprotektive, entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften, senken den Cholesterinspiegel und können vermutlich sogar den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen. Dennoch sollte man nicht zu viel davon essen, da sie sehr gehaltvoll sind.

Eine niederländische Studie konnte nun zeigen, dass schon geringe Mengen an Nüssen – regelmäßig genossen – die  Gesundheit schützen und sogar das Leben verlängern können. Für ihre Studie analysierten die Forscher um Piet van den Brandt von der Universität Maastricht Daten von über 120.000 Männern und Frauen aus der Netherlands Cohort Study. Die Probanden waren alle zwischen 55 und 69 Jahren alt und wurden zu ihren Ernährungsgewohnheiten und ihrem Lebensstil befragt. Die Forscher setzten die Ergebnisse dieser Befragung dann in Verbindung zum Auftreten von Krankheiten in den folgenden Jahren.

Nussliebhaber leben gesünder

Wie sich zeigte, hatten die Personen, die regelmäßig Nüsse verzehrten, ein um 23 Prozent vermindertes Risiko, innerhalb der nächsten zehn Jahre zu sterben. Die protektive Wirkung war für neurodegenerative Erkrankungen (minus 45 Prozent), Atemwegserkrankungen (minus 29 Prozent) und für Diabetes (minus 39 Prozent) nachweisbar. Die Nussliebhaber starben zu 17 Prozent seltener an Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen und zu 15 Prozent seltener an Krebs.

Besonders bemerkenswert fanden die Forscher, dass der positive Effekt schon bei einer relativ geringen Menge an Nüssen bemerkbar war, nämlich schon bei durchschnittlich 15 Gramm. Das entspricht ungefähr einer halben Handvoll Nüssen. Eine größere Menge hatte dagegen keinen Einfluss auf die Sterberate. Ob es sich allerdings tatsächlich beziehungsweise ausschließlich um eine kausale Beziehung handelt, konnte die Studie nicht abschließend klären. Möglich wäre auch, dass sich Menschen, die öfter Nüsse essen, generell gesünder ernähren und auf ihren Lebensstil achten. Doch verschiedene andere Studien konnten bereits die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Nüssen nachweisen, so dass vermutlich zumindest ein Teil der Effekte auf den Nussverzehr zurückzuführen ist.

Die positiven Wirkungen zeigten sich auch bei Erdnüssen, die botanisch gesehen gar keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte sind. Der Verzehr von Erdnussbutter hatte hingegen keine positiven gesundheitlichen Effekte. Dies könnte nach Ansicht der Forscher daran liegen, dass Erdnussbutter oft Salz und verarbeitete Pflanzenfette enthält. In einigen Erdnusscremes konnten sogar Transfettsäuren nachgewiesen werden, die von Ernährungswissenschaftlern als gesundheitsschädlich eingestuft werden.

Quelle:

International Journal of Epidemiology, März 2015

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