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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

11.01.22 Themengebiete: Entspannung, Kulturheilkunde, Meditation, Psychische Erkrankungen, Schlaf, Stress, Umwelt und Technik

Medienfasten: Medienkonsum bewusster gestalten

In der heutigen Zeit sind Bildschirmgeräte wie Computer, Tablets, Smartphones oder Spielekonsolen sowie der gute alte Fernseher ständige Begleiter in unserem Alltag. Es wechselt je nach Tageszeit und Bedarf nur die Größe des Bildschirms, auf den wir starren. Wenn der Computer auf der Arbeit ausgeschaltet wird, widmet man sich von Zeit zu Zeit dem Smartphone, um dann am Abend vielleicht noch einen Film oder eine Serie zu schauen. Tagesabläufe sind natürlich individuell, aber wenn Sie ehrlich zu sich sind: Haben Sie gezählt, wie viele Stunden Sie am Tag hinter diversen Bildschirmen verbringen?

Eine telefonische Umfrage des Branchenverbands Bitkom im Januar 2021, bei der 1002 Menschen in Deutschland befragt wurden, ergab, dass die Deutschen während der Corona-Krise im Durchschnitt mehr als 10 Stunden täglich vor dem einen oder anderen Bildschirm verbrachten. Dies ist sicherlich ein Ausnahmezustand, wobei der Konsum von digitalen Medien beziehungsweise die Zeit, die wir vor dem Bildschirm verbringen, sich in den letzten 20 Jahren schleichend erhöht und der angestiegene Konsum zur Normalität geworden ist.

Wie in einer Langzeitstudie mit 960 Kindern in Norwegen gezeigt werden konnte, hatten Kinder mit einer höheren Bildschirmzeit im Alter von vier Jahren ein geringeres „emotional understanding“ (Emotionsverständis) mit sechs Jahren. Die gleiche Korrelation wurde bei Kindern im Alter von sechs Jahren festgestellt, die einen Fernseher im Kinderzimmer hatten. Sie wiesen im Vergleich ein geringeres Emotionsverständnis mit acht Jahren auf. Aktueller Stand der Forschung sei laut der Studie außerdem, dass die Bildschirmzeit von Kindern mit einer schlechteren Sozialkompetenz sowie mit einer Abnahme der Häufigkeit und Qualität der Interaktionen mit ihren Eltern und Geschwistern korreliert. Andererseits können viele digitale Angebote für Kinder auch ihre Entwicklung fördern, so dass ein bewusster Umgang von Vorteil ist.

Initiativen, wie die der Universität Witten/Herdecke, mit dem Namen „Medienfasten – Einfach mal abschalten“, fördern die Achtsamkeit im Umgang mit digitalen Medien durch weiterführende Angebote, Tipps und die Bereitstellung von Informationen in Form von Studien. Zwar liegt das Augenmerk hierbei auf der Entwicklung von Kindern und welche Rolle digitale Medien darin spielen, trotzdem fängt die Medienkompetenz, also die Fähigkeit Medien sinnvoll zu nutzen, bei den Eltern oder Erwachsenen an. Die Kriterien sind neben der Bildschirmzeit auch die Inhalte, mit denen wir uns beschäftigen. Eine Möglichkeit ist das Medienfasten oder das sogenannte „Digital Detox“, zu dem Prof. Dr. Hartmut Schröder der Siemens BKK ein kurzes Interview gegeben hat. Das Interview finden Sie hier. Sie können sich in der täglichen Routine Freiräume schaffen, wöchentlich bildschrimfreie Tage einrichten oder auch auf das Jahr gesehen, einen Digital-Detox-Urlaub planen. Weitere Tipps zum bewussten „Offline-Gehen“ finden Sie im Beitrag von Utopia.

 

Quellen:

Umfrage des Branchenverbands Bitkom: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Corona-sorgt-fuer-Digitalisierungsschub-in-deutschen-Haushalten

Screen time and the development of emotion understanding from age 4 to age 8: A community study: https://doi.org/10.1111/bjdp.12283

 

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