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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

03.08.12 Themengebiete: Nahrungsergänzungsmittel, Neurologische Erkrankungen

Mitochondriale Medizin: Ein alternativer Weg gegen Alzheimer?

Da sich die bisherigen Theorien zur Entstehung von Alzheimer kaum in wirksame Therapien umsetzen ließen, konzentrieren sich viele Forscher nun auf andere Strategien. Im Fokus stehen dabei unter anderem die Mitochondrien.

Jeder vierte Bundesbürger über 80 Jahren leidet an Alzheimer. Experten vermuten, dass sich die Anzahl der Betroffenen bis zum Jahr 2050 verdoppelt haben wird. Die Alzheimer-Krankheit erweist sich damit mehr und mehr als eine der größten Herausforderungen für das Gesundheitssystem. Die Versuche, wirksame Strategien gegen die Krankheit zu entwickeln, waren bisher jedoch wenig erfolgreich. Auf der Suche nach den Ursachen von Alzheimer haben sich die Forscher in den letzten Jahren vor allem auf die Entstehung von Beta-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn konzentriert. Nun schlagen viele Wissenschaftler einen neuen Weg ein. Mitochondrien, die Energiespender der Zellen, spielen dabei eine wichtige Rolle.

Forscher gehen inzwischen davon aus, dass die Alzheimer-Erkrankung viel früher einsetzt als bisher gedacht und dass eine möglichst frühzeitige Intervention den Ausbruch der Krankheit im späteren Alter eventuell verhindern kann. Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine mangelnde Energieversorgung der Zellen einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Krankheit hat. Von großer Bedeutung sind daher wahrscheinlich die Mitochondrien, welche die Energie der Zellen produzieren. Sie zu schützen, könnte ein entscheidender Schritt bei der Suche nach geeigneten Strategien zum Schutz für Alzheimer sein.

Ginkgo kann Nervenzellen schützen

Studien zeigen, dass einer Alzheimer-Erkrankung schon in sehr frühen Jahren Schädigungen an den Mitochondrien vorausgehen. Ein wesentlicher Faktor ist dabei der der sogenannte oxidative Stress, der unter anderem durch freie Sauerstoffradikale ausgelöst wird. Diese Moleküle schädigen die innere Membran der Mitochondrien, was dazu führt, dass das Membranpotenzial herabgesetzt und weniger Energie produziert. Nervenzellen ohne ausreichende Energieversorgung sterben im Laufe der Zeit ab. Ein Hauptfeind der Mitochondrien sind dabei Entzündungen. Durch häufige und lange andauernde Infekte gehen Mitochondrien zugrunde.

Bisher gibt es in der Mitochondrialen Medizin kaum Medikamente, aber sogenannte mitotrope Substanzen, welche die Arbeit der Mitochondrien unterstützen. Solche Substanzen sind unter anderem das Coenzym Q10, aber auch bestimmte Vitamine wie B2 und B3 und Magnesium. In Tierexperimenten konnte gezeigt werden, dass ein seit langem bekanntes Mittel, der Ginkgo-Extrakt, den Untergang von Nervenzellen hemmen sowie die Neurogenese im Hippocampus fördern kann. Schon in relativ geringen Konzentrationen kann Ginkgo die innere mitochondriale Membran stabilisieren und vor schädlichen Einflüssen schützen. Ein weiterer vielversprechender Angriffspunkte stellt der Lipidstoffwechsel dar. Hier könnten bestimmte Medikamente, aber auch bestimmte pflanzliche Flavonoide wirksam sein.

Quellen:

Ärztezeitung, 30.11.2011

British Journal of Nutrition, 14.01.2012

Weitere Links:

Praxis für Integrale Heilkunst im Therapeium

2. Konferenz über Mitochondriale Erkrankungen – Samstag, 20. Oktober 2012, von 9:00 bis 18:00 Uhr im Therapeium

Foto: damato/fotolia.com

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