loading

Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

03.09.12 Themengebiete: Autoimmunerkrankungen, Entspannung, Neurologische Erkrankungen, Stress

Multiple Sklerose: Kann Stress-Management Läsionen verhindern?

Bei MS kann Stress-Management nützlich seinPatienten mit Multipler Sklerose wird häufig geraten, Stress zu vermeiden. Dass ein gutes Stress-Management den Verlauf tatsächlich günstig beeinflussen kann, hat nun eine Studie aus Chicago gezeigt.

Schon lange wird vermutet, dass es bei Multipler Sklerose zwischen psychischem Stress und der Entwicklung neuer Läsionen eine Verbindung gibt. Viele Mediziner glauben, dass es durch Stress zu einer Eskalation von Entzündungsprozessen kommen kann, die bei der Multiplen Sklerose eine Rolle spielen. Nun hat eine randomisierte klinische Studie gezeigt, dass bei Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose die Neubildung von Läsionen durch ein Stress-Management-Programm tatsächlich vermindert werden kann.

An der Studie nahmen 121 Multiple-Sklerose-Patienten teil. Per Zufall wurden sie in verschiedene Gruppen eingeteilt. Nacheinander erhielten die beiden Gruppen jeweils über einen Zeitraum von 24 Wochen insgesamt 16 Kursstunden, in denen die Patienten ihre Fähigkeit verbesserten, sowohl stressbehaftete Situationen zu vermeiden als auch mit solchen Situationen besser umzugehen. Die Wissenschaftler vermittelten den Patienten Techniken zur Problemlösung, zur Entspannung und zur Steigerung positiver Aktivitäten sowie zur Verbesserung der sozialen Unterstützung. Zudem gab es Angebote zum Fatigue-Management, zur Angstreduktion, zur Schmerzbewältigung und gegen Schlafstörungen.

Effekt des Stress-Managements war signifikant

Während der gesamten Zeit wurden die Patienten jeweils dreimal in einem Kernspintomographen untersucht, um die Aktivität der Multiplen Sklerose zu beurteilen. Sowohl bei Gadolinium-aufnehmenden Läsionen, die meist nur eine vorübergehende Entzündung anzeigen, als auch bei T2-gewichteten Läsionen, die eher auf eine permanente Schädigung hinweisen, ergab sich eine signifikante Reduktion. Die reduzierte Läsionszahl war unabhängig davon, ob die Patienten immunmodulierende Medikamente (wie z.B. Beta-Interferone oder Glatirameracetat) einnahmen oder nicht.

Der Studie zufolge kann Stress-Management den Krankheitsverlauf bei Multipler Sklerose also positiv beeinflussen. Studienleiter Mohr erklärte, dass sich die Therapieeffekte durchaus mit der Wirkung einiger Medikamente messen lassen könnten. Allerdings halte die Wirkung – ähnlich wie bei einer medikamentösen Therapie – nur solange an, wie man das Stress-Management betreibt. Mohr betonte auch, dass das Programm kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie sei, sondern nur als Ergänzung angesehen werden sollte. Und da gerade bei der MS viele Faktoren eine Rolle spielen und ihr Verlauf stets schwer vorhersehbar ist, sollen nun weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um den Therapieansatz zu untermauern.

 

Quelle:

Neurology, 11.07.2012

Weitere Links:

Praxis für Integrale Heilkunst im Therapeium

Foto: Dr. Carsten Lukas / DGN

So erreichen Sie das Therapeium!



Adresse
Hohenzollernstr. 12 14163 Berlin-Zehlendorf
Telefon
Tel. 030 - 810 541 87 Fax: 030 - 810 541 88

Hier befindet sich das Therapeium.


Das Therapeium befindet sich in der Hohenzollernstrasse 12, liegt zentral in Zehlendorf-Mitte und ist bequem mit der S-Bahn von Berlin-Mitte innerhalb einer halben Stunde zu erreichen. Route anzeigen lassen.
Vom S-Bahnhof Zehlendorf laufen Sie ca. fünf Minuten zu uns. Parkplätze finden Sie direkt vor der Tür bzw. in der nächsten Seitenstraße!
Sie kommen mit dem Auto zu uns? Lassen Sie sich jetzt die Route berechnen oder die Anfahrt mit S-Bahn oder Bus anzeigen.
Webdesign: Sascha Zemke & Erasmus Schröder