loading

Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

10.04.13 Themengebiete: Herz-Kreislauf

Schadet Vorhofflimmern dem Gehirn?

Vorhofflimmern erhöht das Risiko für einen Schlaganfall – das ist bekannt. Doch auch unabhängig davon scheint Vorhofflimmern das Risiko für Schäden am Gehirn und Einschränkungen kognitiver Fähigkeiten zu vergrößern – das ergab jetzt eine Meta-Analyse amerikanischer Forscher.  

Ungefähr 60- bis 100-mal schlägt das Herz in der Minute. Das sind rund 80.000 bis 150.000 Schläge am Tag. Kein Wunder, dass das Herz gelegentlich aus dem Takt gerät. Am häufigsten ist dabei das Vorhofflimmern, insbesondere bei älteren Menschen. Schätzungsweise 500.000 bis eine Million Menschen sind in Deutschland von Vorhofflimmern betroffen.

Typisches Anzeichen für die Herzrhythmusstörung ist ein unregelmäßiger Puls und Symptome wie Herzstolpern, Atemnot und Erschöpfung. Häufig wird Vorhofflimmern allerdings gar nicht bemerkt. Zwar ist es im Gegensatz zu Kammerflimmern nicht unmittelbar lebensbedrohlich, doch Betroffene haben ein erhöhtes Risiko für Embolien, insbesondere für einen embolisch bedingten Schlaganfall.

Kognitive Einschränkungen auch ohne Schlaganfall

Als Folge eines Schlaganfalls treten dann unter anderem häufig kognitive Einschränkungen auf. Doch jetzt hat eine groß angelegte Meta-Studie ergeben, dass Vorhofflimmern auch ohne einen Schlaganfall die Leistung des Gehirns beeinträchtigen kann. Das Forscherteam um Jeremy N. Ruskin vom General Hospital in Massachusetts kam zu dem Ergebnis, dass bei Patienten mit Vorhofflimmern das Risiko für kognitive Beeinträchtigungen und Demenz um das 1,4-Fache erhöht war – unabhängig davon, ob sie einen Schlaganfall erlitten hatten oder nicht. Betrachtete man nur die Patienten, die einen Schlaganfall hatten, stieg das Risiko sogar auf das Dreifache.

Zwar seien die Daten aufgrund der Heterogenität der Studien mit Vorsicht zu interpretieren, wie die Studienautoren einräumten, doch die Daten sprechen dafür, dass Vorhofflimmern allein die geistige Leistungsfähigkeit bedroht. Auch aus diesem Grund ist es daher besonders wichtig, die Herzrhythmusstörung von einem Arzt behandeln zu lassen.

Quelle:

Annals of Internal Medicine, 05.03.2013

Verwandte Artikel:

Ist die Herzratenvariabilität bei psychischem Stress verringert?

Weitere Links:

Praxis für Integrale Prävention im Therapeium

Foto: © sudok1 – Fotolia.com

So erreichen Sie das Therapeium!



Adresse
Hohenzollernstr. 12 14163 Berlin-Zehlendorf
Telefon
Tel. 030 - 810 541 87 Fax: 030 - 810 541 88

Hier befindet sich das Therapeium.


Das Therapeium befindet sich in der Hohenzollernstrasse 12, liegt zentral in Zehlendorf-Mitte und ist bequem mit der S-Bahn von Berlin-Mitte innerhalb einer halben Stunde zu erreichen. Route anzeigen lassen.
Vom S-Bahnhof Zehlendorf laufen Sie ca. fünf Minuten zu uns. Parkplätze finden Sie direkt vor der Tür bzw. in der nächsten Seitenstraße!
Sie kommen mit dem Auto zu uns? Lassen Sie sich jetzt die Route berechnen oder die Anfahrt mit S-Bahn oder Bus anzeigen.
Webdesign: Sascha Zemke & Erasmus Schröder