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Der Therapeium-Blog

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07.01.15 Themengebiete: Entspannung, Herz-Kreislauf, Sport, Stress, Yoga

Schützt Yoga das Herz genauso gut wie Ausdauersport?

Ausdauersport gilt als Königsweg zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die gleiche Schutzwirkung lässt sich aber auch durch Yoga erzielen, wie eine Meta-Analyse nun gezeigt hat.

Yoga tut gut. Das sanfte, aber intensive Dehnen und Bewegen hilft bei der Entspannung, kann Depressionen lindern und soll sogar das Gehirn jung halten. Doch für die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurde bisher zum klassischen aeroben Ausdauertraining durch Joggen oder andere bewegungsintensive Sportarten geraten. Nun hat eine Studie, die im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht wurde, gezeigt, dass auch Yoga einen günstigen Einfluss auf die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat.

Für ihre Analyse werten die Forscher von der Erasmus Universität Rotterdam 27 kontrollierte Studien aus, an denen fast 3.000 Personen teilgenommen hatten. Bei allen Teilnehmern wurden zu Beginn die klassischen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen überprüft: Blutdruck, Körpergewicht und Cholesterinspiegel. Ein Teil der Probanden besuchte dann regelmäßig Yogakurse, andere absolvierten klassisches Ausdauertraining in Form von Joggen oder Fahrradfahren, eine dritte Gruppe machte gar keinen Sport. Am Ende des Studienzeitraums wurden erneut alle Risikofaktoren überprüft.

Yoga vergleichbar mit klassischem Ausdauertraining

Das Ergebnis: Yoga wirkte nicht nur positiver als gar kein Training, seine Wirkung war sogar vergleichbar mit dem des klassischen Ausdauertrainings. So senkte sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei beiden Sportvarianten in ähnlicher Weise. Durch regelmäßiges Yoga konnten die Probanden ihren Blutdruck um durchschnittlich  fünf mm Hg reduzieren, der Wert des “schlechten” LDL-Cholesterins senkte sich um 12 Milligramm pro Deziliter, und das durchschnittliche Körpergewicht wurde um 2,32 Kilogramm reduziert. Auch der Puls der Probanden verringerte sich, was auf eine verbesserte Kondition hindeutet.

Die Wirkung von Yoga-Übungen auf die kardiovaskulären Risikofaktoren ist damit durchaus mit der von typischen Ausdauersportarten wie Nordic Walking oder Jogging vergleichbar. Warum das sanfte Yoga so gut auf das Herz-Kreislauf-System wirkt, wissen die Forscher zwar nicht; sie vermuten jedoch, dass der Stressabbau günstige Auswirkungen auf den „neuroendokrinen Status sowie auf metabolische und kardio-vagale Funktionen“ hat, wie Myriam Hunink, eine der Studienautorinnen, erklärt.

Yoga zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinnvoll

Die British Heart Foundation stimmte der Einstellung in einer Pressemitteilung zu, ließ aber anklingen, dass vielleicht nicht die meditative Entspannung, sondern vielmehr die durchaus anstrengenden Atemübungen die präventive Wirkung erklären. Die tiefere Atmung könnte die Sauerstoffversorgung des Körpers verbessern und über diesen Mechanismus den Blutdruck senken, meinte eine Sprecherin der britischen Herzspezialisten.

Bisher werden in Deutschland bei der Rehabilitation nach einem Herzinfarkt keine Yoga-Übungen angeboten. Dabei könnten die mentalen und körperlichen Übungen der indischen Lebensphilosophie das Herz ebenfalls schützen, wie die aktuelle Studie zeigt. Sogar das Körpergewicht lässt sich durch regelmäßiges Yogatraining senken. Damit, so betonen die Forscher, ist diese eher sanfte Bewegungsform vor allem für ältere oder körperlich geschwächte Menschen eine optimale Vorbeugung.

Quelle:

European Journal of Preventive Cardiology, Dezember 2014

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