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Der Therapeium-Blog

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18.08.18 Themengebiete: Ernährung

Sind Walnüsse gut für die Darmflora?

Dem regelmäßigen Verzehr von Walnüssen werden verschiedene gesundheitliche Vorteile nachgesagt. Nun konnten Forscher der LMU München zeigen, dass Walnüsse sich auch günstig auf das Mikrobiom auswirken.

Walnüsse sind gesund – das zeigen immer mehr Studien. So konnte eine Analyse von Forschern der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) München im vergangenen Jahr beweisen, dass regelmäßiger Walnussverzehr zu einem Rückgang des sogenannten „schlechten“ Cholesterins (LDL) um sieben Prozent führt – und das sogar unabhängig davon, was die Patienten in der Ernährung weggelassen haben, wenn sie Walnüsse konsumierten. Der Studie zufolge verbessern schon 43 Gramm Walnüsse pro Tag den Fettstoffwechsel signifikant.

Walnüsse erhöhen Anzahl “guter” Bakterien

Nun haben Wissenschaftler um Professor Klaus Parhofer von der Medizinische Klinik und Poliklinik IV am Klinikum der Uni München untersucht, ob und wie sich der Verzehr von Walnüssen auf die Darmflora auswirkt. Bei der Analyse handelte es sich um eine prospektive, randomisierte Studie. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Nutrients veröffentlicht.

Wie sich zeigte, waren bei den Probanden nach regelmäßigem Walnussverzehr mehr probiotische und Buttersäure-produzierende Keime im Stuhl nachweisbar. „Es ist bekannt, dass die Zusammensetzung der Darmflora Einfluss auf die Gesundheit des Menschen hat. Andererseits weiß man, dass die Ernährung das Mikrobiom beeinflussen kann. In der Studie konnte nun gezeigt werden, dass regelmäßiger Walnussverzehr Bakterien fördert, die mit weniger Übergewicht und weniger Zuckerkrankheit verknüpft sind“, kommentierte Parhofer die Ergebnisse.

Nüsse reduzieren Rückfallrisiko bei Darmkrebs

Die positive Wirkung von Walnüssen speziell auf den Darm wurden auch schon in früheren Studien belegt. So konnten mehrere Analysen zeigen, dass der Verzehr der Nüsse eine protektive Wirkung gegen Darmkrebs hat. Auch dass eine Ernährung, die eine regelmäßige Zufuhr bestimmter Nussarten (unter anderem Walnüsse) enthält, zu einer Reduzierung des Rückfallrisikos bei Darmkrebs beitragen kann, konnte gezeigt werden. So hatten unter anderem Forscher vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston untersucht, wie sich der Verzehr von 57 Gramm Nüssen pro Woche auf die Rückfallquote bei Darmkrebspatienten auswirkte. Dabei fanden sie heraus, dass sich die Wahrscheinlichkeit für eine Rückkehr des Krebses um etwa 42 Prozent reduzierte.

Auch verringerte sich das Risiko, an Darmkrebs zu versterben, bei den Nusssessern um 57 Prozent, verglichen mit Menschen, die keine Nüsse aßen. Die Vorteile in Bezug auf Darmkrebs galten dabei jedoch nur für Nüsse, die auf Bäumen wachsen – also unter anderem Walnüsse, Haselnüsse, Cashewnüsse, Pecannüsse und Mandeln. Insgesamt zeigt sich also immer deutlicher, dass Nüsse gut für unsere Gesundheit und speziell für unseren Darm sind. Das Thema wird Forscher aus aller Welt aber mit Sicherheit noch weiter beschäftigen.

Quelle:

Nutrients, 2018

Dana-Farber Cancer Institute Boston, 2017

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Foto: © Alekss – Fotolia.com

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