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Der Therapeium-Blog

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28.02.20 Themengebiete: Herz-Kreislauf, Neurologische Erkrankungen

Steigert Bluthochdruck im jungen Alter das Demenzrisiko?

Leiden junge Menschen unter einem unbehandelten Bluthochdruck, kann das die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und die spätere Entstehung einer Demenz begünstigen. Das zeigt eine Studie, die im Fachmagazin „The Lancet Neurology“ veröffentlicht wurde.

Bluthochdruck gilt als eine der wichtigsten Ursachen für die Entstehung von Demenz. Forscher wollten nun herausfinden, ob dies vor allem für ältere Patienten gilt oder ob schon erhöhte Blutdruckwerte in jungen Jahren die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.

Eine frühere Studie, die SPRINT-MIND-Studie, konnte zeigen, dass die Senkung eines Bluthochdrucks auch das Demenzrisiko reduzieren kann. An der Studie hatten allerdings vor allem ältere Menschen mit einem durchschnittlichen Lebensalter von 67 Jahren teilgenommen.

In der „Insight 46“-Studie konnten Wissenschaftler nun zeigen, dass sich erhöhte Blutdruckwerte auch schon im Alter von 36 bis 53 Jahren auf die spätere Ausdehnung von sogenannten White Matter Lesions (WML) im Gehirn auswirken. Zu ihnen kommt es in infolge von Durchblutungsstörungen im Gehirn und sie gelten als früher Hinweis für kognitive Beeinträchtigungen. Die Wissenschaftler um Jonathan Schott vom University College London schließen daraus, dass der Boden für Demenz­erkran­kungen im höheren Alter bereits 15 bis 25 Jahre früher bereitet wird.

Bei der Hirnatrophie reichte der Einfluss des Blutdrucks sogar noch weiter zurück, so die Forscher. So waren ein Bluthochdruck im Alter von 43 Jahren und ein Anstieg im Alter von 36 bis 43 Jahren mit einem kleine­ren Hirnvolumen im späteren Lebensalter assoziiert. Auch ein Einfluss auf das Volumen der beiden Hippocampi war erkennbar, den zentralen Schaltstellen des Gedächtnisses.

Ein Einfluss des Blutdrucks auf die Amyloid-Ablagerungen im Gehirn war allerdings nicht nachweisbar. Dies spricht dafür, dass der Blutdruck das Risiko für eine Alzheimer-Erkrankung offenbar nicht direkt beeinflusst.

Die Studienautoren sind der Überzeugung, dass das Alter zwischen 36 und 53 Jahren ein „sensib­ler“ Lebensabschnitt sei, in dem ein unbehandelter hoher Blutdruck zu späteren kognitiven Schäden führt. Eine Blutdruckkontrolle sei daher bereits in diesem Lebensalter von größter Wichtigkeit, insbesondere für die Prophylaxe einer späteren Demenz.

Quelle:

„Lancet Neurology“, August 2019

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