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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

27.11.13 Themengebiete: Autoimmunerkrankungen, Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Neurologische Erkrankungen

Verhindert Vitamin D eine schnelle Progression bei MS?

Die Indizien, dass Vitamin D eine wichtige Rolle bei der Entstehung und dem Verlauf der Multiplen Sklerose (MS) spielt, häufen sich. Zwei neue Studien unterstützen die These nun.

Schon seit Längerem ist aus epidemiologischen Untersuchungen ein Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und einem erhöhten MS-Risiko bekannt; zudem scheinen Patienten mit einer manifestierten MS, die einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel ausweisen, häufiger Schübe zu entwickeln. Allerdings sind bisherige Studien zu dem Thema meist zu klein gewesen, um daraus klare Vorgaben für eine Vitamin-D-Supplementierung bei MS abzuleiten.

Nun hat eine weitere Studie deutliche Hinweise für einen Nutzen von Vitamin D bei MS geliefert. Ein Wissenschaftler-Team um Professor Alberto Ascherio von der Harvard Medical School in Boston konnte in der Studie, an der fast 800 Patienten mit Verdacht auf MS teilnahmen, zeigen, dass sich bei niedrigen Vitamin-D-Spiegeln schneller eine manifeste MS entwickelte als bei normalen Werten. Zudem verlief hier die MS im Durchschnitt aggressiver.

Weniger Läsionen bei hohen Vitamin-D-Spiegeln

Nach fünf Jahren wiesen die Patienten mit normalen und hohen 25-Hydroxy-Vitamin-D-Spiegeln 23 Prozent weniger aktive Läsionen auf als Betroffene, die wenig Vitamin D im Serum aufwiesen. Zudem war der Verlust an Hirnvolumen nur halb so hoch. Offenbar wird der Unterschied größer, je mehr Vitamin D im Blut ist. So konnten die Forscher zeigen, dass für jeden Anstieg um 50 nmol/l Vitamin D die Läsionslast in Gehirn und Rückenmark um 57 Prozent abnahm. Die Unterschiede waren auch dann noch signifikant, wenn die Menge der Läsionen zum Studienbeginn berücksichtigt wurde.

Bestätigt werden diese Ergebnisse auch durch eine andere Studie, die Forscher um Dr. Jens Kuhle vom Universitätsspital in Basel an 1000 Patienten durchführten. Hier wurden Risikofaktoren für eine Konversion eines klinisch isolierten Syndroms (CIS) zur manifesten MS untersucht.

Nach fünf Jahren hatten insgesamt 60 Prozent der beobachteten Patienten eine MS-Erkrankung entwickelt. Wie erwartet sagten die oligoklonalen Banden im Liquor und die Zahl der T2-Läsionen bei CIS-Patienten am zuverlässigsten die Entstehung einer manifesten MS voraus. Interessanterweise erwies sich aber auch ein niedriger Vitamin-D-Wert als wichtiges Kriterium für die Konversion zur MS – auch dann noch, wenn eine Reihe anderer Faktoren wie Alter, Geschlecht, Läsionszahl und oligoklonale Banden aus der Statistik herausgerechnet wurden. Die Daten, so Kuhle, sprechen also dafür, dass niedrige Vitamin-D-Werte unabhängig von der Läsionslast und den oligoklonalen Banden das Risiko für die Entstehung einer manifesten MS erhöhen.

Quelle:

MedPage Today, 03.10.2013 

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