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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

15.05.14 Themengebiete: Ernährung, Neurologische Erkrankungen, Sport

Warum kann Sport vor Demenz schützen?

Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass Bewegung und gesunde Ernährung vor Demenz schützen können. Doch die Erklärungen, warum dies so ist, waren bisher nur teilweise befriedigend. Nun liefert eine Studie weitere Hinweise.  

Bekanntlich können Bluthochdruck und zu hohe Cholesterinspiegel das Demenzrisiko erhöhen. Da beide durch Sport gesenkt werden können, wirkt sich regelmäßige Bewegung natürlich auch positiv auf die Wahrscheinlichkeit einer demenziellen Erkrankung aus. Doch dies allein scheint nicht die positive Wirkung von Sport auf das Gehirn zu erklären. Vermutet werden daher auch direkte neuroprotektive Wirkungen. Hier wird dem Wachstumsfaktor BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) eine Bedeutung zugeschrieben, denn dieser steigt nach dem Sport an.

Dass BDNF das Überleben von Nervenzellen im Hippocampus und im Kortex fördert, ist schon länger bekannt. Darauf, dass ein hoher BDNF-Spiegel auch tatsächlich das Demenzrisiko verringern kann, weist nun eine Studie von US-amerikanischen Forschern der Boston School of Medicine hin. In einer der ältesten und bekanntesten Kohortenstudien, der Framingham Heart Study, hatten die Wissenschaftler bereits in den 1990er-Jahren den Gehalt von BDNF im Blut von über 2100 Teilnehmern im Alter von mehr als 60 Jahren analysiert und deren gesundheitliche Entwicklung in den folgenden zehn Jahren beobachtet. Dabei zeigte sich, dass die Teilnehmer mit niedrigen BDNF-Spiegeln später häufiger an einer Demenz erkrankten als andere.

Wachstumsfaktor BDNF senkt Demenzrisiko

Der Zusammenhang war auch unabhängig von anderen bekannten Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Rauchen oder Diabetes erkennbar. Allerdings waren signifikante Unterschiede zwischen hohen und niedrigen BDNF-Spiegeln nur bei Frauen erkennbar. Bei Männern war der Unterschied beim Demenzrisiko nicht signifikant und beim Alzheimerrisiko gar nicht vorhanden. Und es gab eine weitere Einschränkung, denn nur bei Personen über 80 Jahren war ein ausgeprägter Zusammenhang zwischen BDNF-Spiegel und Demenzrisiko zu erkennen.

Warum sich der Wachstumsfaktor bei Männern und Frauen so unterschiedlich auswirkt, ist nicht ganz klar. Die Forscher um Weinstein vermuten allerdings Interaktionen mit Sexualhormonen, welche Frauen empfindlicher auf sinkende BDNF-Spiegel reagieren lassen. Relativ einfach hingegen ist zu erklären, weshalb BDNF erst bei Teilnehmern über 80 Jahren relevant wird: Erst dann fallen die Serumspiegel deutlich ab und zeigen starke Unterschiede zwischen den Probanden.

Dass ein hoher BDNF-Spiegel allein nicht ausreicht, um die kognitiven Leistungen zu verbessern, haben andere Studien gezeigt. Offensichtlich muss das Gehirn auch gefordert werden, damit dem Abbau von Nervenzellen entgegengewirkt wird. Am erfolgreichsten scheint daher die Kombination von Sport und kognitivem Training zu sein.

Quelle:

JAMA Neurology, Januar 2014

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