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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

17.09.15 Themengebiete: Ernährung, Herz-Kreislauf

Wie gesund ist Fett?

Fett in der Nahrung verliert nach und nach seine Bedrohlichkeit, sogar das lange verteufelte Cholesterin erfährt jüngsten Studien zufolge eine Rehabilitation. Vor Transfettsäuren, die bei der Härtung pflanzlicher Öle entstehen, wird jedoch gewarnt.

Jahrzehntelang wurde vor dem Überschreiten eines Gesamtfettanteils in der Nahrung von 30 Prozent der täglichen Kalorien gewarnt, doch jetzt scheinen diese Schranken zu fallen. Denn randomisierte Studien wie beispielsweise PREDIMED 2013 haben gezeigt, dass eine Ernährung, die reich an gesunden Fettsäuren ist, das Herz-Kreislauf-Risiko verringert, auch wenn die 30-Prozent-Schranke überschritten wird. Allerdings kommt es wesentlich auf die richtigen Fette an.

Die Predimed-Studie konnte zeigen, dass eine Ernährung ohne Kalorienbeschränkung mit frischem Gemüse, Obst, Fisch und Meeresfrüchten, angereichert mit Olivenöl oder Nüssen, kardiovaskuläre Risiken um 30 Prozent verringert. Durch eine Interventionsdiät mit Nüssen oder besonders viel Olivenöl hatten Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren deutlich bessere Ergebnisse als durch eine herkömmliche Diät mit reduzierter Fettaufnahme.

Vor Transfettsäuren wird gewarnt

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ihre Leitlinie den neuen Erkenntnissen angepasst. Sie sieht eine „wahrscheinliche Evidenz“ für einen „fehlenden Zusammenhang“ zwischen der Gesamtfettzufuhr und dem Risiko für Diabetes, koronare Herzkrankheit, Schlaganfall oder Krebs. Allerdings betonen die Experten der DGE, dass der Austausch von gesättigten Fettsäuren durch n-6 und n-3 Fettsäuren das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wahrscheinlich senkt, und warnen vor der Aufnahme von Transfettsäuren, wie sie in industriell gehärteten Pflanzenfetten vorkommen. Transfettsäuren fördern Studien zufolge die Gefäßverkalkung und steigern das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Zudem blockieren sie die Produktion antiinflammatorischer langkettiger Omega-3-Fettsäuren und verstärken den oxidativen Stress in den Zellen.

Low-fat-Produkte machen wenig Sinn

Auch das Cholesterin verliert offiziell seine Bedrohlichkeit. Studien konnten zeigen, dass das Nahrungscholesterin nur wenig Einfluss auf den Cholesteringehalt im Blut sowie das kardiovaskuläre Risiko in der Allgemeinbevölkerung hat. Auch die DGE erklärt, dass die Cholesterinzufuhr mit „wahrscheinlicher Evidenz“ in keinem Zusammenhang mit den Konzentrationen von HDL-Cholesterin und Triglyzeriden im Plasma steht.

Dennoch ist natürlich zu bedenken, dass eine zu hohe Energiezufuhr, zu der auch ein hoher Fettanteil in der Nahrung beitragen kann, ein wesentlicher Faktor bei der Gewichtszunahme und der Entstehung von Übergewicht und Adipositas ist. Falsch ist nach Meinung von US-Experten des Dietary Guidelines Advisory Committee (DGAC) auf jeden Fall, statt Fett mehr Kohlehydrate zu sich zu nehmen, und auch künstliche Low-fat-Produkte machen ihrer Ansicht nach wenig Sinn. Dass letztere nicht zu einer Gewichtsabnahme beitragen, sondern oft das Gegenteil bewirken, haben schon mehrere Studien bestätigt.

Quellen:

DGE: Evidenzbasierte Leitlinie: „Fettzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten“, 2. Version (2015)

JAMA, Juni 2015

Verwandete Artikel:

Wie gesund ist Leinöl?

Weitere Links:

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