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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

11.05.16 Themengebiete: Naturstoffe, Umwelt und Technik

Wie gut ist unser Wasser?

Das Berliner Trinkwasser gilt allgemein als gut. Dennoch sind bestimmte Hinweise im Umgang mit Leitungswasser zu berücksichtigen, und unter Umständen kann es sogar zu gesundheitsbedenklichen Verunreinigungen kommen.

Leitungswasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Wir brauchen es zum Kochen, Waschen oder Trinken. Das Berliner Wasser hat allgemein einen guten Ruf – dennoch sind sich viele Menschen unsicher, wie gut die Qualität des Leitungswassers in der Hauptstadt tatsächlich ist. Das Unternehmen AQA bietet nun einen Test an, mit dem jeder den hygienischen Zustand des häuslichen Trinkwassers leicht überprüfen kann.

Nach Angaben der Berliner Wasserbetriebe werden keine Chemikalien benutzt, um das Wasser zu klären. Da es aus dem Grundwasser stammt, sei es von Natur aus frei von schädlichen Keimen und zudem mit vielen wertvollen Mineralien angereichert, so das Unternehmen. Für den Haushaltsgebrauch benötige das Leitungswasser daher keinerlei Nachbehandlung, so die Aussage. Überwacht werden die Werte des Trinkwassers von den Gesundheitsämtern. In regelmäßigen Abständen entnehmen sie Proben aus den Gewässern und dem Grundwasser und vergleichen deren Werte mit den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten. Ob das Wasser jedoch in dieser Qualität auch beim Endverbraucher ankommt, ist damit noch nicht gesagt.

Medikamentenrückstände im Trinkwasser

Kritiker geben zu bedenken, dass im Abwasser immer wieder (wenn auch geringe) Rückstände von Medikamenten wie Schmerzmitteln, Hormonen oder Betablockern gefunden werden. Auch konnten im Berliner Trinkwasser winzige Konzentrationen von Psychopharmaka und Antibiotika nachgewiesen werden. Über das Gesundheitsgefährdungspotenzial dieser Rückstände ist noch wenig bekannt.

Zudem kann es in Einzelfällen auch zu anderen Verunreinigungen des Leitungswassers kommen. Die Ursachen dafür sind vielfältig. So kann das Trinkwasser am Entnahmepunkt im Haushalt mit Krankheitserregern belastet sein, wenn es von außen zu Verunreinigungen kommt, z. B. durch Bau- oder Sanitärarbeiten, defekte Leitungen oder die Nähe zu landwirtschaftlichen Anlagen. Besonders bei einem eigenen Hausbrunnen, wie ihn über eine Millionen Menschen in Deutschland benutzen, kann es zu Problemen mit der Hygiene kommen. Ursachen können beispielsweise bauliche Mängel an den Hausbrunnen selbst sein, wenn dadurch z. B. Blätter oder Kleintiere in den Brunnen gelangen.

Problematisch sind auch wenig genutzte Leitungen mit stehendem Wasser, etwa in Zweitwohnsitzen. Hier kann sich ein Biofilm bilden, der wiederum zu verstärktem Auftreten von Bakterien im Trinkwasser führen kann. Gesundheitlich bedenklich können auch Bleirohre sein, wie sie vor allem in Altbauten noch vorhanden sind. Hausbesitzer sind verpflichtet, diese Rohre auszutauschen, wenn mehr als zehn Mikrogramm Blei pro Liter Wasser nachweisbar sind. Das Nervengift Blei gefährdet vor allem Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere. Mieter können Ihren Hausbesitzer auffordern, die Unbedenklichkeit des Trinkwassers nachzuweisen.

Filtersysteme können Wasserqualität verschlechtern

Zu schwerwiegenden Infektionen kann es auch durch Legionellen kommen, die durch Sprühwasser, beispielsweise in Duschen, in die Atemwege gelangen und sogar tödliche Folgen haben können. Mehrfamilienhaus-Besitzer sind verpflichtet, ihr Wasser durch ein spezielles Labor auf Legionellen testen zu lassen.

Um die Qualität ihres Trinkwassers zu verbessern, schaffen sich immer mehr Menschen Wasserfilter an. Doch die Verbraucherzentralen warnen, dass viele dieser Systeme das Wasser sogar verschlechtern können. Denn sie sind ein Nährboden für Keime – vor allem wenn die Filterpatronen nicht regelmäßig gewechselt werden. Filter mit Ionentauschern oder Membranen scheinen besonders betroffen zu sein. Experten raten daher eher zur Filtermethode durch Destillation. Allerdings ist deren Reinigungskraft so stark, dass auch alle wertvollen Mineralien aus dem Leitungswasser entfernt werden.

Wer sich unsicher über die Qualität seines Trinkwassers ist, kann sich ab sofort an die AQA GmbH wenden, die Analyseprodukte in den Bereichen Umwelt und Gesundheit entwickelt. Das Unternehmen bietet deutschlandweit einen unabhängigen Test für die bakteriologische Qualitätsüberprüfung des Wassers in privaten Haushalten an. Der Konsument muss dafür nur eine Wasserprobe mittels eines Testkits entnehmen und die Probe an das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB schicken. Dort wird das Wasser auf die in der Trinkwasserverordnung festgelegten bakteriologischen Werte wie coliforme Bakterien, Escherichia coli, Enterokokken und Pseudomonas aeruginosa analysiert. Der WasserCheck Bakteriologie ist online verfügbar (siehe Link) und kostet 89,90 Euro.

Quellen:

AQA GmbH

Berliner Wasserbetriebe

Weitere Links:

http://heilkunst.therapeium.de/

Foto: © adogslifephoto – Fotolia.com

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