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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

05.08.15 Themengebiete: Entspannung, Krebs, Meditation, Schmerzen, Stress

Wie kann Achtsamkeit bei Krebs helfen?

Krebs bedeutet für die Betroffenen meistens eine existenzielle Krise, die verschiedene Ängste auslöst. Eine Studie hat nun gezeigt, dass Achtsamkeitsübungen helfen können, die Lebensqualität bei Krebs zu verbessern und Ängste zu vermindern.

Eine Krebsdiagnose ist ein Schock. Zusätzlich zur Unsicherheit bezüglich der Gesundheit werden häufig auch die soziale, berufliche und emotionale Situation in Frage gestellt und die unterschiedlichsten Ängste ausgelöst. Psychologische Unterstützung kann dann oft sinnvoll sein. Zusätzlich können aber auch Achtsamkeitsübungen helfen, die Situation und die neuen Herausforderungen besser zu bewältigen.

Achtsamkeit, also die bewusste, nicht wertende Fokussierung auf das Hier und Jetzt, hilft, Freiräume und Autonomie zu bewahren und eigene Bedürfnisse zu erkennen. Forscher haben nun die Wirkung von Achtsamkeitsmeditation bei Frauen, die an bereits metastasiertem Brustkrebs litten, überprüft.

Achtsamkeit mindert emotionalen Stress

Alle Teilnehmerinnen nahmen an einem achtwöchigen MBSR-Kurs teil. Schon in den vergangenen Jahren konnten Studien zeigen, dass MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction) in frühen Stadien von Brustkrebs die Lebensqualität der Patientinnen verbessern und Symptome wie Fatigue reduzieren kann. Doch bisher wurde die Wirksamkeit der Übungen nicht in späteren Stadien der Erkrankung überprüft. In die aktuelle Studie wurden nur Frauen einbezogen, deren Brustkrebs bereits Metastasen gebildet hatte.

Es zeigte sich, dass Achtsamkeit den Umgang mit Ängsten verbesserte, das Risiko für Depressionen reduzierte und sich positiv auf die Lebensqualität auswirkte. Die Teilnehmerinnen fühlten sich im Durchschnitt weniger emotionalem Stress ausgesetzt und waren besser in der Lage, ihre Erkrankung zu akzeptieren. Fast alle Frauen nahmen regelmäßig an den Kursen teil und führten die Übungen auch zu Hause durch. Allerdings kritisierten einige von ihnen den hohen Zeitaufwand. Die Forscher wollen daher ein Übungsprogramm entwickeln, das weniger zeitintensiv ist.

Mittlerweile findet MBSR immer mehr Anhänger und wird auch in Kliniken erfolgreich eingesetzt. Auch bei Krebs häufen sich die Nachweise für eine Wirksamkeit der Achtsamkeitsübungen – zusätzlich zu Therapien der klassischen Onkologie und anderen komplementärmedizinischen Ansätzen.

Quelle:

Integrative Cancer Therapies, August 2014

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Foto: © Václav Hroch – Fotolia.com

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