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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

11.02.19 Themengebiete: Klangtherapie, Krebs

Wie kann eine Musiktherapie Krebspatienten helfen?

Musik kann psychische und körperliche Zustände messbar verändern. Das macht sich mittlerweile auch die Medizin zunutze. Wie das auch in der begleitenden Krebstherapie genutzt werden kann, hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in einer Meta-Analyse untersuchen lassen.

Viele Experten sind sich längst einig: Musik kann beim Heilen helfen oder zumindest die Lebensqualität von Schwerkranken erhöhen. Musik beeinflusst unsere Stimmung, unseren Herzrhythmus und kann die Ausschüttung bestimmter Hormone verändern. Die positiven Wirkungen einer speziellen Musik- oder auch Klangtherapie wurden bereits in verschiedenen Studien gezeigt. Nun hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht, ob und wie eine Musiktherapie die Lebensqualität von Krebspatienten erhöhen kann.

Betroffene und Behandler erhoffen sich von einer Musiktherapie, dass sie die Lebensqualität verbessert und unter Umständen auch bei weiteren patientenrelevanten Endpunkten positive Effekte zeigt. „Führt eine begleitende Musiktherapie bei Patienten mit einer Krebserkrankung zu besseren Behandlungs­ergebnissen? Was kostet sie? Stehen diese Kosten in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen?“, sind daher Fragen, denen sich der kürzlich veröffentlichte Vorbericht des IQWIG widmet.

Musiktherapie kann Angst und Abgeschlagenheit mindern

Der Bericht erschien im Rahmen des sogenannten „ThemenCheck Medizin“, welches auf Vorschläge aus der Bevölkerung zurückgeht. Insgesamt zehn randomisierte kontrollierte Studien konnte die österreichische Forschergruppe, die im Auftrag des Instituts arbeitete, in ihre Analyse einbeziehen, davon Studien zwei aus Deutschland. Sieben Untersuchungen verglichen die Musiktherapie mit einer onkologischen Standardtherapie ohne Musiktherapie, zwei mit einer anderen begleitenden Therapie.

Den vorläufigen Ergebnissen zufolge kann die Musiktherapie psychische Begleitsymptome wie etwa Abgeschlagenheit oder Angst sowie die Lebensqualität kurzfristig nach der Therapiesitzung günstig beeinflussen. Für Aussagen zu langfristigen Effekten bei krankhaften Zuständen wie Depression oder chronischen Schmerzen fehlen jedoch Daten. Das Problem vieler Studien ist, dass sie sich häufig stark im Qualitätsniveau unterscheiden und meist nur einen kurzen Zeitraum betrachten. Doch auch im Jahr 2016 hatte bereichts eine systematische Übersicht in der „Cochrane Library“ zeigen können, dass Musiktherapien dabei helfen, den emotionalen, körperlichen und sozialen Zustand von Krebspatienten zu verbessern.

Interessierte Personen und Institutionen können bis zum 4. Februar 2019 schriftliche Stellungnahmen zu dem Bericht beim IQWiG einreichen. Diese werden gesichtet und gegebenenfalls in einer mündlichen Anhörung mit den Stellungnehmenden diskutiert. Danach erstellt das IQWiG seinen Abschlussbericht.

Quelle:

idw, Informationsdienst Wissenschaft, Januar 2019

Cochrane Library 2016

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