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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

17.09.14 Themengebiete: Herz-Kreislauf, Stress, Umwelt und Technik

Wie schädlich ist Lärm für unsere Gesundheit?

Stille ist heutzutage zu einem Luxusgut geworden. Lärm hingegen ist besonders in Städten allgegenwärtig – und er kann krank machen, wie verschiedene Studien belegen.

Allein 4000 Herzinfarkte jährlich sind Schätzungen zufolge in Deutschland auf Straßenverkehrslärm zurückzuführen. Wie eine Vielzahl internationaler Studien belegt, ist Lärm ein unabhängiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Akuter Lärm aktiviert das autonome Nervensystem; Stresshormone, Blutdruck und Puls steigen an. Als indirekter Auslöser wird dabei eine emotionale Stressreaktion auf lärmbedingtes Unbehagen vermutet. Auf direktem Weg scheint es aber auch Interaktionen zwischen dem auditorischen System und anderen Bereichen des Zentralen Nervensystems zu geben. Diese gelten als hauptverantwortlich für die Effekte und treten auch schon bei geringen Lärmpegeln auf.

Bei chronischem Krach steigt sogar das Risiko für Atherosklerose an, da der Lärm Blutdruck, Lipide, Glukose und Blutviskosität ansteigen lässt. Dies geschieht auch dann, wenn der Betroffene den Lärm gar nicht bewusst wahrnimmt, wie beispielsweise im Schlaf. Lärm verändert die Schlafstruktur, reduzierte Tiefschlaf- und REM-Phasen und führt zu häufigeren Wachphasen. Auch Stressreaktionen laufen im Schlaf ab und werden durch Lärm verstärkt. Und je länger ein Mensch in zu lauter Umgebung lebt, desto größer wird sein Risiko für gesundheitliche Probleme.

Lärm beeinträchtigt Lernfähigkeit von Kindern

Vor allem Kinder werden durch Lärm stark beeinträchtigt. Eine internationale Studie hat gezeigt, dass sich Lernfähigkeit und Gedächtnisfunktionen von Grundschulkindern verschlechtern, wenn die Schulen in einem mit Fluglärm belasteten Gebiet liegen. Auch moderate Hintergrundgeräusche können die Hirnfunktion der Kinder stören.

Wie sehr sich die Menschen von Lärm gestört fühlen, hat eine Umfrage des Umweltbundesamtes ergeben. Demnach empfindet fast die Hälfte der Bevölkerung den Lärm des Straßenverkehrs als lästig. Beim Schienenverkehr ist es fast jeder Dritte, beim Fluglärm etwas mehr als ein Fünftel. Geräusche der Nachbarn – etwa von Laubbläsern – werden von gut 40 Prozent der Befragten als Beeinträchtigung empfunden. All diese Tatsachen unterstreichen die Notwendigkeit, die Lärmbelastung sowohl in der Umwelt als auch im persönlichen Umfeld so gering wie möglich zu halten. Da aber nicht jeder sofort umziehen oder eine leisere Arbeitsumgebung wählen kann, sollte man zumindest darauf achten, sich immer wieder kleine Ruhe-Inseln zu schaffen und damit dem Körper eine Auszeit zu gönnen.

Quellen:

NORAH-Studie

Medical Tribune 2014

Umweltbundesamt 2012

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