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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

19.11.14 Themengebiete: Autoimmunerkrankungen, Ernährung, Herz-Kreislauf, Nahrungsergänzungsmittel

Wie wichtig ist Vitamin D wirklich?

Ein Vitamin-D-Mangel schadet dem Körper auf vielfältige Weise und kann sogar das Sterberisiko erhöhen. Das hat die ESTHER-Studie ergeben. Gerade im Winter sollte man daher auf seinen Vitamin-D-Spiegel achten.

Die Bedeutung des „Sonnenvitamins“ für die menschliche Gesundheit rückt immer stärker in den Fokus der Wissenschaft. Mehrere Studien weisen mittlerweile auf Zusammenhänge zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und Krankheiten wie Diabetes, Allergien, Multipler Sklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebs hin. Die ESTHER-Studie mit knapp 10.000 Menschen im Alter von 50 bis 74 Jahren hat ergeben, dass bei einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel das Risiko, an Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs zu sterben, erhöht ist.

Die Sterblichkeit war bei Teilnehmern der ESTHER-Studie mit sehr niedrigen (unter 30 nmol/L Serum-25-hydroxyvitamin-D) und niedrigen (unter 50 nmol/l) Vitamin-D-Spiegeln signifikant höher als bei den Probanden, die höhere Vitamin-D-Konzentrationen im Blut aufwiesen. Nach Berücksichtigung aller Störfaktoren war die Sterblichkeitsrate innerhalb der achtjährigen Beobachtungszeit bei Probanden mit sehr niedrigen Vitamin-D-Werten 1,7-fach, und bei Teilnehmern mit niedrigen Vitamin-D-Werten 1,2-fach erhöht. Studienteilnehmer mit sehr niedrigen Vitamin-D-Werten hatten insbesondere ein erhöhtes Risiko, an einer Erkrankung der Atemwege zu sterben. Auch erlagen sie häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs.

Bluthochdruck durch Vitamin-D-Mangel

Unklar war bisher allerdings, was Ursache und was Wirkung ist: Haben Menschen mit einem zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Blut ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krankheiten oder ist umgekehrt der niedrige Serumspiegel eine Folge dieser Erkrankungen? Einen möglichen Hinweis lieferte nun ein Forscherteam der Veterinärmedizinischen Universität in Wien. So zeigten sich bei ihren Versuchen an Mäusen, die unter einem künstlich erzeugten Vitamin-D-Mangel litten, nach einem Jahr erhöhte Blutdruck-Werte. Grund dafür war eine zunehmende Steifheit der Blutgefäße, die sich dadurch weniger flexibel dem Blutstrom anpassen konnten. In der Folge veränderte sich auch die Herzstruktur und -funktion. Eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung, so folgerten die Forscher, erhält also die Elastizität der Blutgefäße und beugt damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

Vitamin D gilt als fettlösliches Vitamin, im Körper wirkt es jedoch als Hormon, reguliert den Kalziumspiegel und erhält somit die Knochengesundheit. Darüber hinaus beeinflusst es das Immun- und Hormonsystem, die Psyche und den Stoffwechsel. Hauptquelle für das hilfreiche Vitamin ist der Körper selbst, der es unter Einwirkung von Sonnenlicht, speziell der UV-Strahlen, selbst produziert. Bestimmte Nahrungsmittel, wie beispielsweise fettreicher Fisch, enthalten zwar auch Vitamin D, können allerdings nur einen Teil des Gesamtbedarfs decken. Ein Vitamin-D-Mangel droht in unseren Breitengraden daher vor allem im Winter.

Das Deutsche Grünes Kreuz empfiehlt, die letzten Sonnenstrahlen im Herbst zu nutzen, um das wertvolle Vitamin zu tanken. Denn der Körper kann Vitamin D in seinem Muskel- und Fettgewebe über Monate speichern. Hat man keine Zeit oder Gelegenheit, kann es im Winter zu einem Vitamin-D-Mangel kommen. Besonders Schwangere, Säuglinge, ältere oder dunkelhäutige Menschen sind gefährdet. Bei einem diagnostizierten Vitamin-D-Mangel können Nahrungsergänzungsmittel helfen.

Quellen:

The American Journal of Clinical Nutrition, April 2013

Journal of Molecular Endocrinology, 1/2014

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