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Der Therapeium-Blog

Mit unserem Blog möchten wir Sie über aktuelle Forschung aus den Bereichen Natur- und Kulturheilkunde sowie über Veranstaltungen im Therapeium Berlin informieren.

21.06.20 Themengebiete: Entspannung, Herz-Kreislauf, Klangtherapie, Neurologische Erkrankungen

Wie wirkt Musiktherapie auf Komapatienten?

Die positiven Wirkungen einer Musiktherapie konnten bereits bei verschiedenen Erkrankungen belegt werden. Dass Musik auch Patienten unterstützen kann, die im Koma oder Wachkoma liegen, haben Forscher in einer Meta-Analyse gezeigt.

Musik kann die Herzfrequenz und den Blutdruck beeinflussen, innere Anspannungen lösen und Stress lindern. Die Wirkung ist dabei sehr direkt, denn Musik gelangt durch den Hörnerv ohne Umwege ins Gehirn. Wie Untersuchungen zeigen konnten, werden dabei das „Motivationshormon“ Dopamin und das „Glückshormon“ Endorphin ausgeschüttet. Gefühle, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und sogar das Bewegungs- und Sprachzentrum im Gehirn werden durch Musik gezielt angesprochen.

Ob auch Patienten, die im Koma oder Wachkoma liegen, von einer Musiktherapie profitieren können, haben Forscher in einer Meta-Analyse untersucht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Brain Injury“ veröffentlicht. Für ihre Analyse hatten die Musikwissenschaftler Teresa Grimm und Gunter Kreutz von der Universität Oldenburg 22 Studien mit den Daten von insgesamt 329 Patienten ausgewertet.

Nach Angaben der Wissenschaftler hatten Musikinterventionen und Musiktherapien häufig positive Effekte auf die Koma-Patienten. So blinzelten die Patienten unter dem Einfluss von Musik häufiger mit den Augen, veränderten ihren Gesichtsausdruck und atmeten tiefer. Bei einigen veränderte sich auch der Herzschlag. Und in einzelnen Studien konnten verstärkte Gehirnaktivitäten gemessen werden.

„Methodisch hochwertige Untersuchungen sind allerdings noch selten“, räumt Kreutz ein. Die beiden Wissenschaftler konnten daher zum Beispiel nicht feststellen, ob bestimmte Eigenschaften der Musikstücke oder eher biografische Faktoren der Patienten für die positive Wirkung der Musik verantwortlich waren. Dennoch sind sie sicher, dass Musiktherapien ein wichtiger Teil in der Begleitung von Menschen mit Bewusstseinsstörungen sind. Neben den positiven Wirkungen ist der Vorteil der Musikinterventionen auch, dass sie eine hohe Sicherheit aufweisen und kaum Nebenwirkungen haben.

Quelle:

Brain Injury 2018

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