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Der Therapeium-Blog

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07.05.15 Themengebiete: Diabetes, Herz-Kreislauf, Psychische Erkrankungen, Stress

Wird das Präventionsgesetz die betriebliche Gesundheitsförderung stärken?

Der vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf zum Präventionsgesetz soll die Prävention als Ziel des deutschen Gesundheitssystems stärken. Einige Experten erhoffen sich dadurch tatsächlich Verbesserungen im Gesundheitsschutz, anderen geht der Entwurf jedoch nicht weit genug.

Bislang wird zugelassen, dass viele Menschen vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden, und das häufig aufgrund von Erkrankungen, die durch Präventionsmaßnahmen vermeidbar wären. Im Referentenentwurf zum Präventionsgesetz wird daher als Ziel formuliert, die betriebliche Gesundheitsförderung zu stärken, die Leistungen der Krankenkassen zur Früherkennung von Krankheiten weiter zu entwickeln und die Prävention allgemein zu fördern.

Im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung sollen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen in den Fokus der Leistungen der Krankenkassen rücken. So sollen deutlich mehr Unternehmen mit Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung erreicht werden. Zudem sollen die Früherkennungsuntersuchungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu “präventionsorientierten Gesundheitsuntersuchungen” weiterentwickelt werden. Künftig soll ein stärkeres Augenmerk auf individuelle Belastungen und Risikofaktoren gelegt werden, die zu einer Krankheit führen können. Dazu gehört auch die Überprüfung und Beratung zum Impfstatus. Eltern und andere Sorgeberechtigte sollen sich vor der Erstaufnahme ihres Kindes in die Kita in Fragen des Impfschutzes ärztlich beraten lassen. Auch sollen Versicherte mit besonderen beruflichen oder familiären Belastungen Erleichterungen erhalten. So sollen beispielsweise Beschäftigte in Schichtarbeit oder pflegende Angehörige Präventionsangebote in Zukunft leichter in Anspruch nehmen können.

Lob und Kritik am Entwurf zum Präventionsgesetz

Der Verband der Deutschen Betriebs- und Werksärzte e. V. (VDBW) begrüßte den vorgelegten Entwurf. Das Gesetz zeige, wie durch rechtzeitige und zielgerichtete Prävention die für Menschen wie Unternehmen notwendige Beschäftigungsfähigkeit nachhaltig zu sichern ist. Das Gesetz sei „genau der richtige Weg, denn die Betriebsärzte erreichen eine Zielgruppe von fast 43 Millionen Menschen im Berufsleben und damit auch Beschäftigte, die teilweise kaum Arztkontakt haben“, erklärt Dr. Anette Wahl-Wachendorf, Vizepräsidentin des VDBW.

Andere Interessengruppen fordern hingegen Nachbesserungen am geplanten Gesetz. So kam beispielsweise von der Bundesärztekammer (BÄK) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Kritik an der unzureichenden Einbindung der Ärzte. Und der Sozialverband VdK kritisierte die vorgesehene Verteilung der Mittel. „Man beschränkt sich weiter auf punktuelle Leistungsverbesserungen”, erklärte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. Mit dem Gesetz würden Langzeitarbeitslose, Ältere oder Menschen mit Behinderung kaum erreicht. Auch von den Krankenkassen, den Arbeitgebern und der Opposition werden einzelne Punkte kritisiert. Das Vorhaben der Großen Koalition ist der vierte Anlauf einer Bundesregierung, dem Thema Prävention eine eigenständige gesetzliche Grundlage zu geben.

Quellen:

Bundesministerium für Gesundheit, 17. Dezember 2014

Ärzteblatt, 20. März 2015

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